9. August 2022

Wenn’s um’s Geld geht … Sparkassencasino die 2.

Noch immer beschäftigen sich unsere Bürgermeister und Landräte mit dem Sparkassencasino. Die entstandenen Schulden sind mittlerweile gigantisch.

Vor einigen Jahren boten die sächs. Sparkassen Komunen und Landkreisen Zinswetten als Geldanlage an. Die Orte wetteten auf steigende oder fallenden Zinsen und hofften damit auf einen guten Gewinn.
Im Glauben an permanentes Wachstum und damit steigende Zinsen wetteten viele Orte entsprechend. In ersten Jahr hatten sie meistens noch Glück. Doch dann kam die Schuldenkrise. Und die Zinsen gingen in den Keller.
Die Banken unterließen es, die Kunden entsprechend aufzuklären. Die Schulden stiegen. Auf zig Millionen Euro, Flöha z.Z. liegt bei 55 Millionen, ein Wasser/Abwasser Verband im Vogtland bei über 100 Millionen. Die Folge wäre ein totaler Bankrott, sollten die Zahlungen fällig werden.
Also trifft man sich vor Gericht. Meist kommt es dann zu einem Vergleich, welchen den Schuldner mit wenigen Prozent der Schuldensumme davon kommen läßt. Auf ein Urteil sind die Banken nicht scharf. Es könnten ja eventuelle Dinge ans Licht kommen, über die man nicht spricht. Über Geld spricht man ja bekanntlich sowieso besser nicht.

Mußte es aber überhaupt soweit kommen?
Das die Kommunen klamme Kassen haben ist bekannt. Das Versprechen diese auf leichte Art aufzubessern ist verlockend.
Daher schieben die Verantwortlichen den “Schwarzen Peter” jetzt den Banken zu.
Bleibt aber die Frage: Waren die Verantwortlichen wirklich so Naiv und Gutgläubig? Oder Gierig? Oder nur Dumm?

Liebe Kämmerer, Bürgermeister und Landräte!
Mit Steuergeldern und Zinsen spielt man nicht. Letztere sind zwar zum einen der Preis für Geld, haben aber noch eine wesentlich wichtigere Rolle in unserem Geldsystem. Zinsen dienen dazu, das Geld von denen, welche zu wenig haben zu denen zu transportieren, welche bereits so viel haben, das sie es nicht wirklich benötigen. Umverteilung von Unten nach Oben nennt man das.
Das heißt, derjenige, welcher Geld braucht zahlt in unserem Geldsystem immer drauf. Der Bürger verliert immer. Wenn wir unsere Städte und Gemeinden mit ausreichend Geld versorgen wollen, müssen wir aus diesem System aussteigen. Wie das Geht? Es ist einfacher als man sich vorstellen kann. Fragen sie mal bei der Humanwirtschaft nach.

HH

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