9. August 2022

Bildungspolitik – eine stille Revolution

 Seit September 2012 vollzieht sich in der kleinen sächsischen Stadt Seifhennersdorf Unglaubliches.

Trotz der Entscheidung der Schulbehörde, keine 5. Klasse an der Schule einzurichten, werden 24 Schüler dort weiter unterrichtet.

Die Eltern weigern sich, den starren Vorgaben der Behörden zu folgen. Sie organisieren den Unterricht durch Honorar- bzw. unentgeltlich tätige Lehrer. Ohne den Segen der Behörde, unterstützt durch die Gemeinde.

Die Schulrebellen von Seifhennersdorf wurden landesweit bekannt, aber kaum einer erkannte, was sich dahinter tatsächlcih verbirgt. Nichts weiter als eine „Stille Revolution“ ! Die staatlich verordnete Schulpflicht, eher ein staatlicher Schulzwang ist so in unseren Köpfen eingebrannt, dass wir darüber gar nicht mehr nachdenken. Aber diese mutigen Eltern stellen sich gegen das starre System. Und das schlug zurück! Bußgelder gegen die Eltern wurden verhängt.

Aber jetzt kommt die zweite Revolution. Das Gericht gab den Klagen gegen die Bußgelder recht!

Obwohl nach Gesetzeslage eindeutig ein „Fehlverhalten“ der Eltern vorliegt, urteilte das Gericht nach dem Wissensstand der Kinder und stellte fest, dass die Kinder durchaus etwas gelernt haben. Das ist ein kräftiger Schlag ins Gesicht des starren Systems von Schulpflicht und Zwangsbeschulung!

Wir Humanwirte sollten die Bedeutung dieser Auseinandersetzung und des Gerichtsurteils nicht zu gering achten!

CH

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