4. April 2020

Weltbank und Entwicklungshilfe

Ein wissenschaftlicher Aufsatz hat ein Beben in der Weltbank ausgelöst und wird in Zusammenhang mit dem überraschenden Abschied der Chef-Volkswirtin Pinelopi Goldberg gebracht. Drei Forscher, darunter ein Weltbank-Ökonom, haben starke Hinweise dafür gefunden, dass die Eliten armer Länder bedeutende Anteile der Entwicklungshilfe einkassieren und in Steueroasen schleusen.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/beben-in-der-weltbank-nach-wissenschaftlichem-aufsatz-16640392.html?utm_source=pocket-newtab

Auch wenn es jederman bereits weiß, alles gilt erst dann als „Wissen“, wenn es von Wissenschaftlern untersucht und beschrieben wurde.

Nun war also das Phenomän der Entwicklungshilfe Bestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit. Nur, einmal ehrlich, ist das Ergebniss wirklich so Neu und Unbekannt? Ein Ergebniss, welches besagt, daß das als Hilfe für arme Länder – und da natürlich für die noch ärmere Bevölkerung – gedachte Geld nicht dort wirklich ankommt wo es soll.

Nach jeder der regelmäßigen Überweisungen der Weltbank an jene Länder steigen die Einzahlungen der dortigen Eliten auf ihren Konten in den Steueroasen dieser Welt. Na gugge.

Stellt sich nun die Frage, wird diese wissenschaftliche Arbeit mehr bewirken als nur eine Spielrunde „Reise nach Jerusalem“, also einen Stuhltausch. Im Gegensatz zum Spiel wird aber wohl jeder der Akteure weiterhin auch einen sicheren Stuhl finden. Wird eventuell das ganze System „Weltbank“ in Frage gestellt? Wohl kaum. Ist schließlich sicher auch alternativlos.

Die Humanwirtschaft hätte allerdings eine Alternative, wie die zukünftige „Entwicklungshilfe“ gestaltet werden könnte. Und zwar so, das die Hilfe auch wirklich bei den Ärmsten ankommt und nicht auf den Konten der Reichen versickert. Eine Alternative, eigentlich Kinderleicht.

Kinderleicht? Ja, nach einem Besuch im Heimatmuseum Petersberg, in welchem, gut gestaltet, eine Sammlung von mittelalterlichen Brakteaten gezeigt wird hatte es sogar mein 13 jähriger Sohn verstanden. Auf dem Weg nach draußen sagte er mir, am liebsten würde er in Afrika Brakteate einführen, damit den Menschen dort geholfen werden kann.

Brakteate waren die mittelalterliche Variante von umlaufgesicherten Geld. Ein Geld, welches weder gehortet noch auf irgend welchen schwarzen Konten gebunkert werden kann. Ein fließendes, dienendes Geld.

Bei richtiger Anwendung könnte das ganze Kapitel Entwicklungshilfe innerhalb von vielleicht 10 Jahren erledigt sein .

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie den gesunden Menschenverstand oder die Humanwirtschaftspartei.

Na denn,
Denken sie einmal darüber nach –
einen schönen Tag noch!

HH

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