6. Juli 2020

Der NARZI – Sinnbild des politischen Narzissmus

Eine neue Gattung des Homo politicus ist entdeckt worden. Der NARZI. Ja eine gewisse Ähnlichkeit mit der bekannten Gattung NAZI ist nicht von der Hand zu weisen. Aber auch die Ähnlichkeiten mit dem SOZI, KOMMI, GRÜNLING und anderen Spektren der kapitalistischen Helfershelfer sind unübersehbar. Allein er ist keine Mischung aus allen. Er ist einfach ein Narzist im Politikbetrieb.

Narzissmus ist übersteigerte Selbstverliebtheit. Die Worterklärung bei Wikipedia ist sehr lang. Auch wenn sich Narzissmus zu allererst auf das einzelne Individium bezieht, kann der Begriff auch auf Gemeinschaften ausgedehnt werden. Vor allem dann, wenn sich diese Gruppen explizit aus narzisstisch veranlagten Personen zusammen setzen.

Eine Form dieser Vereinigungen sind Parteien. Gerade hier finden Narzissten eine hervorragende Bühne und zahlreiche von vermeintlich gemeinsamen Zielen überzeugte Menschen als Bewunderer. Während letztere meist ihr Parteileben lang als einfache Mitglieder die Ideale und Werte der Partei tragen, diese Basis finanzieren und als Parteisoldaten am Leben erhalten, steigen narzisstisch Veranlagte schnell in Führungspositionen auf.

Dem NARZI als solchem ist es letztlich egal, in welcher Partei er sich profilieren kann. Während der klassische NARZI ursprünglich in den „Volksparteien“ an leitender Stelle zu finden war, bevorzugt der moderne NARZI allerdings Parteien und politische Vereinigungen, welche stark zu Extremismus neigen. In der Regel also solche, welche dem rechten und dem linken Lager zugerechnet werden. So finden wir NARZIs heute vor allem bei rechten, faschistischen und genauso bei pseudolinken, antifaschistischen politischen Vereinen. Da er in seinem antagonistischen Zwillingsbild sein eigenens, sich selbst verabscheuendes ICH erkennt, bekämft er ihn in trauter Gemeinsamkeit als Gegner aufs äußerste, in der Regel mit den beiden eignen, austauschbaren kriminellen Methoden. Allein das Vorsetzen der Silbe „Anti-„und ihrer Erhöhung „Antianti-“ genüg zur Gewalterzeugung. Dabei ist ein Paradigmenwechsel beim NARZI von der egoistischen Selbstverliebtheit zur egozentrischen Ideologienverliebtheit zu beobachten.

Weiter ist der NARZI immer dort zu finden, wo die Verhaltensweisen und Ideale von Minderheiten der „normalen“ Mehrheit aufgezwungen werden sollen, z.B. Gender- und anderen auf -mus endenden Ideologien. Die vereinzelt sogar ursprünglich berechtigten Forderungen pervertiert er und trägt damit zur Spaltung der Gesellschaft im Interesse des Großkapitals wie kein anderer bei.

Der Narzi ist also weder Tollerant noch von Menschlichkeit geprägt. Was ihn aber nicht hindert, genau dies permanent zu fordern. Dabei bezieht es sich aber nur als Forderung des Verhaltens Anderer auf seine Person und Ideale hin. Je intolleranter Tolleranz gefordert wird, desto ausgeprägter ist das NARZItum.

Na denn,
Denken sie einmal darüber nach –
einen schönen Tag noch!

HH

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