6. Juli 2020

Die Herrenmenschen

Rassismus ist nicht „naturgegeben“, sondern ein Gedankenkonstrukt zur Rechtfertigung sozialer Ungleichheit. Exklusivabdruck aus „Warum schweigen die Lämmer?“.

https://www.rubikon.news/artikel/die-herrenmenschen

Ist Rassismus eine Reaktion auf die „Andersartigkeit“ bestimmter Personengruppen, eine Form natürlicher Scheu vor allem Fremden? Nein, sagt der Psychologe und Sachbuchautor Rainer Mausfeld. Dieses Andersartige ist ein Konstrukt, das in der Geschichte oft von wirtschaftlichen Interessen diktiert wurde. Willkürlich werden Körpermerkmale identifiziert, die rechtfertigen sollen, dass bestimmten Menschen nicht die vollen Bürgerrechte zugestanden werden, dass es angeblich gerechtfertig ist, sie zu misshandeln und auszuplündern. Somit geht speziell der Kapitalismus mit dem Rassismus schwanger. Heutige Spielarten des Kulturrassismus wie die Islamophobie gehen von der Idee eines homogenen „Volkskörpers“ aus und sehen in jeder Art kultureller Vermischung einen Angriff auf die Integrität dieses „Körpers“. Wollen wir gegenwärtigen Formen des Rassismus wie in den USA Paroli bieten, hilft die präzise Analyse solcher Denkmuster.

Ein lesenswertes Gespräch mit Rainer Mausfeld

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