Nachlese zur Hamburg-Wahl

Demokratie, LV Hamburg, WahlenWith 0 comments

0,8 % = 1448 Stimmen =  Bestes Ergebnis der Humanwirtschaftspartei bei einer Landtags bzw. Bürgerschaftswahl seit Jahrzehnten.

Auch wenn es nicht für einen Sitz in der Hamburger Bürgerschaft gereicht hat:
Eines wird der Bundeswahlleiter der Humanwirtschaftspartei nicht mehr nachsagen können:
Dass sie sich nicht ernsthaft um ein politisches Mandat beworben hat:

Der Parteistatus ist für weitere 6 Jahre gesichert. Allein durch den Hamburger Auftritt wurde die Homepage der Humanwirtschaft 5 x häufiger angeklickt, als noch im Oktober 2014. Das dafür ausgegebene Geld ist also gut angelegt. Nochmals allen Spendern ein herzliches Dankeschön. Wer trotzdem enttäuscht ist, sollte bedenken:
Ohne Präsenz in den Medien bist Du ein nichts. Da bieten die 10.000 in die Haushalte verteilten Handzettel keinen Ersatz. Und doch wurde auch dieser Aufwand belohnt, wie die Ergebnisse einzelner Wahllokale (Stimmbezirke) beweisen.

In den beworbenen Stimmbezirken lagen die Stimmanteile im Schnitt über 2% im Einzelfall sogar bei 4,6%. Hätten die Kräfte dafür ausgereicht, auch die dicht besiedelten Neubaugebiete zu beschicken, wären die nötigen 5.6% für ein Abgeordnetenmandat schon in greifbare Nähe gerückt.

Meine Strategie, kommunale Probleme vor Ort zu thematisieren war auf jeden Fall richtig! Die angesprochenen Sachgebiete sind aktueller denn je, obwohl, oder besser gesagt weil sie in den laufenden Koalitionsverhandlungen bis jetzt keine Rolle spielen. Die Gier der Grünen nach Senatorenposten lässt sie alle eigenen Grundsätze vergessen.

*Elbvertiefung? Widerstandslos abgehakt!
*Stadtbahn als bessere Alternative zur umstrittenen Busbeschleunigung? Vergessen!
*Infrastruktur- Fond , um mit zur Zeit billigem Geld marode Straßen und Brücken zu sanieren ? –> Fehlanzeige.
*Engere Zusammenarbeit der norddeutschen Küstenländer? Kein Thema!
Dafür aber herumschwafeln „Europa muss enger zusammenrücken“ ( Scholz )
Statt vor der eigenen Haustüre zu kehren und Solidarität in der Region vorzuleben.
*Neue“ Radwege als Verhandlungserfolg hochjubeln, wo doch erst mal über 100 Fahrradwege soweit hergerichtet werden müssen, dass man sich darauf sicher fortbewegen kann.
*Neue Impulse für den Wohnungsbau? Kann ja noch kommen.

Abschreiben aus meinem Wahlprogramm zum Wohle Hamburgs ? Ja, bitte!

Helmut Bein