Verursacherprinzip

Demokratie, Friedenspolitik, ZinswirtschaftWith 0 comments

Fast täglich kommen hunderte Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa.  In den EU-Staaten diskutiert man inzwischen, wie diese Hilfe Suchenden am besten über den Kontinent verteilt werden sollen. Schließlich kostet die Unterbringung und Verpflegung die Völker Europas nicht wenig. Und während die einen daher soziale Einschnitte zu Gunsten der Flüchtlinge aufgebürdet bekommen ist dies für wenige Andere ein gutes Geschäft.  Wen wundert es daher, das in nicht wenigen Ländern immer mehr Stimmen aufkommen, welche jeden kleinen Verstoß dieser “Flüchtlinge” gegen Gesetz, Recht und Sitten und Bräuche   dazu benutzen, um Stimmung gegen “die Fremden” zu machen. Und mit dem Hinweis auf die “Plünderung” der Sozialkassen zu gunsten der Fremden und zum Schaden der eignen, arbeitenden Bevölkerung finden sie häufig offene Ohren.
Dazu kommt, dass es auch offen Stimmen gibt, welche solche Flüchtlingsströme begrüßen und noch gern noch mehr hätten. Ein Wunsch, der oft nur auf dem krankhaften Hass auf sich selbst und seinen Nachbarn beruht.
Die Frage, warum es denn Überhaupt zu deratigen Flüchtlingsströmen kommt, die Frage nach den Ursachen interessiert schon gar keinen mehr.
Und diese Ursachen-Desinteresse ist natürlich  ganz im Sinne der Verursacher. Jeder noch klar denkende Bürger erkennt allerdings schnell, warum diese “Flüchtlinge” kommen. In den meisten Fällen werden diese ja auch schließlich als “Kriegsflüchtlinge” bezeichnet.  Krieg ist bekanntlich nicht nur die Fortsetzung einer Politik der Unfähigen mit anderen Mitteln, sondern in erster Linie die Möglichkeit gigantische Kapitalrenditen zu erzielen.  Und während diese “Gewinne” wieder nur in den Kassen weniger “Großkapitalisten” sich sammeln, werden die Kriegsfolgekosten – wozu auch die durch die Flüchtlingsströme verursachten Kosten gehören – sozialisiert, das heißt, die Bürger müssen sie tragen.  Das dies den Unmut der Zahlenden hervor ruft ist selbstverständlich.  So wird wieder der Boden für die Rattenfänger geebnet und das Spiel, welches Teile und Herrsche heißt geht in das nächste Level.
Verhindern, das die Flüchtlinge in die Länder gehen, in denen die Gewinner der Kriege zu Hause sind können wir sicherlich nicht. Aber das die Menschen für die Kriegsfolgekosten aufkommen müssen, welche keinen Anteil an den Kapitalien genießen, dafür können wir uns schon stark machen.
In dem wir die Haftbar machen, welche die Kriege verursachen und daran gewinnen. Wikipedia kennt eine Liste von 134 Rüstungsherstellern allein in Deutschland. Dazu kommen noch die “Waffenexporteure” und natürlich die Geldgeber dieser Unternehmen, welche gleichfalls satte Gewinne einstreichen.
Wir fordern daher, das all diese Unternehmen verplichtet werden, die sozialen Kosten der Flüchtlingswellen zu 100% zu übernehmen. Denn warum sollte das Verursacherprinzip hier nicht gelten.
Und wenn eines dieser Unternehmen daran Pleite gehen sollte? Lapidar geantwortet: Nur ein verendetes Rüstungsunternehmen ist ein gutes Rüstungsunternehmen.

Na dann, einen schönen Tag noch.
HH