Politik im Kinderzimmer

Bildungspolitik, Demokratie, FamilienWith 1 comment

Gestern erst in unserer Tageszeitung:
Eine Studentin, also keine richtige, mehr so eine von irgendeinem ideologischem Studium, fordert mehr politische Bildung im Kindergarten.
Heute auf der Buchmesse:
Mehr politische Kinderbücher. Politik ins Kinderzimmer!

Geil.
Hatten wir doch schon mal in Deutschland.
Im letzten Jahrhundert.
Einmal 12 Jahre lang und dann noch mal 40 Jahre lang im Osten Deuschlands.
Zwei Staatsgebilde, denen man nichts gutes nachsagt. Und wenn doch, dann ist man entweder ein NAZI oder eine ROTE SOCKE.
Und genau dass will man jetzt wieder??? Klar doch, man muss mehr für die Jugend tun. Dann lungern die auch nicht so rum und kommen auf dumme Gedanken. Oder träumen – von Freiheit, vom Leben.
Damals gab es das ja schließlich auch nicht. Beim Adolf, oder bei den Kommunisten.
Upss- da nenne ich diese beiden unversöhnlichen Sparten in einem Schriftzug als wären es Brüder im Geiste. DAS GEHT JA GAR NICHT.

Oder???

Es geht schon. Beides, das „3. Reich“ und die DDR waren Endzeitformen der Kapitalistischen Zeit. Nach dem jeweiligen Zusammenbruch gab es immer eine kurze Zeit der Erholung des Kapitalismus. Einen weiteren Zyklus. Doch mittlerweile sind wir wieder an einer Stelle angekommen, wo das Zinssystem einem Zusammenbruch entgegenfibert. Die Medien hämmern den Menschen bereits den nächsten Krieg ins Gehirn. Und wenn dieser nicht schnell genug kommt, dann muss es eben ein Bürgerkrieg richten. Und damit dann auch jeder weiß, wer der wirkliche Böse ist, muss die Korrektnes bereits ins Kinderzimmer.

Spätestens seit der „Unendlichen Geschichte “ von Michael Ende weiß man um die Macht der Fantasie im Kinderzimmer.
Und Menschen mit Fantasie sind in der Lage, auch gesellschaftliche Wege abseits der staatlichen Vorgaben zu finden. (Der Staat ist das Machtorgan der Herrschenden / Marx)
Und gesellschaftliche Wege jenseits der Staatsdoktrin könnten ja zur Humanwirtschaft führen. Das wäre das Ende von Macht und Herrlichkeit einiger weniger. Das Endgültige Ende. Und nicht nur ein zyklisches wie die Untergänge des 3. Reiches und der DDR.