Modernes Priestertum oder In der Deutschen Bank arbeiten 643 Millionäre

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Die Deutsche Bank ist seit Jahren im Krisenmodus. Doch mehr als 600 Mitarbeiter des Geldhauses verdienen trotzdem prächtig, keine Bank in Europa leistet sich mehr Einkommensmillionäre.

Quelle: Trotz Dauer-Krise: In der Deutschen Bank arbeiten 643 Millionäre

Dem, was der Mensch am meisten verehrt, dem baut er die größten Gebäude. Früher waren das Tempel und Kirchen, heute nennt man es Banken

Aus einem Theaterstück

Ein Blick auf die Skylines der Metropolen des großen Geldes zeigt es uns. Bankgebäude gehören zu den größten.

Heilige Haine, Tempel und Kirchen dienten der Verehrung sichtbarer Götzen und unsichtbarer Geister und Götter. Deren engste Gefolgsleute, Schamanen und Priester durften sich auf Kosten der Gläubigen versorgen und zum Teil gut leben. Je höher das Heiligtum in der Glaubenshierachie angesiedelt, desto wohlhabender waren die dortigen Priester. (oder sind es teils noch) Um jedoch einen endlosen Wohlstandsanstieg zu vermeiden, gab es zum Teil klare Regeln. In den christlichen Kirchen hatte jeder Gläubige den Zehnten Teil seines Einkommens abzugeben zum Bau und Erhalt der Gebäude und zur Versorgung der Priester. Für die einen eine gigantische Summe, im Vergleich zu heutigen Steuern und Abgaben nur Peanuts.  Dieser Zehnt war aber ausreichend, um über entsprechende Zeiträume auch großen Wohlstand bei den entsprechenden „Dienern“ zu erzeugen. Und dieser Reichtum, z.B. in der katholischen Kirche bringt bist heute natürlich auch tausendfachen Neid hervor. Das versprechen eines jenseitigen Paradieses zieht nicht mehr.

Für die Herren hinter den Banken geht es um Summen, welche sich schon lange unserem Vorstellungsvermögen entzogen haben. Damit aber ihre Hohepriester weiter gar trefflich dem Volk Honig ums Maul schmieren können, müssen sich diese schon in Vorstellungsweite der Gewinnmargen ihrer Götter befinden. Sie müssen deutlich auf der Seite der Zinsgewinnler sein. Und mit einem Einkommen oberhalb der Millionen ist das ganz sicher der Fall.

Warum aber stört sich niemand daran? Die wenigen Prosteste, vor allem die damit verbundenen Lösungsvorschläge zum Umgang mit derartigen „Einkommen“ sind leider allesammt Quark. Maximal handelt es sich um populistischen Aktionismus. Kein einziger Vorschlag hat je eine Chance eine Lösung zu bieten – Niemand kann oder will die Ursache für das Erstarken unserer „Geldreligion“ sehen.

Nun, die Herren hinter den Banken packen es eben ganz anders an als die Konkurenz (welche oft auch schon gekauft ist!). Durch das Zinsversprechen wird dieses Paradies in das Diesseits geholt. Jeder kann doch seinen Wohlstand Dank des Zinses vermehren. Jeder kann Reich werden. Wirklich? Damit dieses Wirklich? gar nicht erst gefragt wird, bedarf es natürlich rührender Priester. Und diese müssen auch bezahlt werden. Es gilt das selbe Gesetz wie in den falschen Religionen. Je höher der Rang des Priesters, desto mehr darf er sich von den Gläubigen bedienen. Die Religion des Geldes hat längst alle andern Religionen überholt. Und auch die Atheisten fest im Griff. Sie hat sich den Menschen untertan gemacht. Und es gibt keine Begrenzung. Je höher der Zins, desto besser für den Besitzer. Nicht umsonst faselt der Otto Normalverbraucher bei einem Zins um Null von Enteignung und verarscht sich selber mit dieser Lüge. Der Teufel kümmert sich eben rührend um seine Gefolgsleute.

Dabei wäre es so einfach. Eine konstrucktive Umlaufsicherung, eine Entprivatisierung der Geldschöpfung und ein allgemeines Ressourcenrecht würde das Glaubensgebäude des Zinsgeldes zum Einsturz bringen und den Menschen aus Sklaverei und Knechtschaft für immer befreien.

Denken sie einmal darüber nach!
HH