„Die Reichen sind die wahren Sozialschmarotzer“

HUMANwirtschaft, Mainstream-Artikel, ZinswirtschaftWith 0 comments

Gespräch mit Kathrin Hartmann über Hartz IV, Super-Gentrifizierung und die Politik der Tafeln

Quelle: „Die Reichen sind die wahren Sozialschmarotzer“

Ein wahrer Satz. Eigentlich schon biblisch alt. „Eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr, als das ein Reicher in das Reich Gottes kommt.“ – soll schon Jesu gesagt haben.

Ein Schmarotzer ist ein Lebewesen, welches auf Kosten anderer lebt.
Nun geht man aber davon aus, das ein Reicher, ein Mensch, welcher viel Geld, Land oder was auch immer besitzt, seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann. Dennoch wird er als Schmarotzer bezeichnet, als jemand, der auf anderer Leute Kosten lebt.
Nach sozialistischer Sicht beruht dieses Schmarotzertum auf der direkten Ausbeutung bzw Ausnutzung seiner Mitmenschen. Der Reiche als Unternehmer (Reichtum an Besitz von Produktionsmitteln) schließt einen Arbeitsvertrag und lässt den anderen für wenig Geld arbeiten. Aber ist dies wirklich der Grund für das Schmarotzertum? Hier liegt doch eigentlich ein im beiderseitigen Einvernehmen abgeschlossener Vertrag vor.

Schon der von Jesus benannte Reiche kommt eigentlich schlecht weg. Und das trotz der Tatsache, daß die Bibel den „Gläubigen“ durchaus irdischen Reichtum verspricht. Einen Reichtum, welcher aber aus dem Tätigwerden und Handeln kommt.

Gibt es noch einen anderen Reichtum? Da fällt mir ein anderer Satz ein: Die erste Million ist die Schwerste!
Ja, denn für diese braucht es oft noch ein Tätigsein. Die weiteren Millionen kommen durch Ausnutzung des Zusammenwirken von Zeit und Zins. Hier wirkt ein perfider Mechanismus, welcher nahezu undurchschaubar ist. Hier kommt es zu einer Reichtumsfinanzierung Weniger durch die Gesellschaft. Hier entsteht das Schmarotzertum, das Leben auf Kosten anderer, ohne das diese wirklich etwas dagegen tun können.

Soviel wares Kathrin Hartmann in ihrem Buch und dem Interview auch anspricht. Dieser Letzte, maßgebliche Grund bleibt unerwähnt. Es ist wie ein Tabu, über welches der Mantel des Schweigens zu legen ist. Und so berichtet man wieder nur die halbe Wahrheit.

Na denn,
Denken sie einmal darüber nach –
einen schönen Tag noch!

HH