Kapitalismus stört Integration der Türken

Demokratie, Gesellschaft, Innenpolitik, LV NRW, Partei, ZinswirtschaftWith 1 comment

Am Samstag, 18.2.2017, sprach der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim in der Arena Oberhausen vor 10.000 Zuschauern. Die Veranstaltung wurde von einem türkischen Verein privat organisiert, um in den Genuß des deutschen Versammlungsrechtes zu kommen. Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will noch vor dem Referendum zur Verfassungsänderung am 16 April in NRW auftreten und für sein Präsidialsystem um die Stimmen von ca 1,4 Millionen Wählern mit türkischer Staatsangehörigkeit werben.

Das gefällt vielen Deutschen nicht. Politiker und Verfassungsrechtler prüfen, ob man etwas dagegen unternehmen muß.

In NRW leben die meisten türkischen Gastarbeiterfamilien und ihre Nachkommen. Es entsteht durch derartige Veranstaltungen wie in Oberhausen der Eindruck, daß die meisten türkischen Einwanderer loyaler ihrem Heimatstaat gegenüber sind als gegenüber ihrem Gast- und Einwanderungsland. Die Integration der Türken steckt nach zwei Generationen nämlich immer noch in den Anfängen.

Man könnte sich das dadurch erklären, daß Türken eben anders sind als Deutsche. Doch die tieferliegende Ursache ist der weltweit grassierende Kapitalismus, der das menschliche Zusammenleben und den Bürgerfrieden stört oder gar unmöglich macht und in Gewalt und Krieg ausartet. Und der als Alternative gedachte Kommunismus macht alles noch schlimmer.

Der Kapitalismus stört speziell auch die natürlichen Anpassungsvorgänge bei den Menschen, indem er die Menschen so unter Druck setzt, daß sie sich auseinanderdividieren und jeder sein Heil auf Kosten des anderen sucht.

Der Kapitalismus spaltet selbst die einheimische Bevölkerung in feindselige soziale (z.B. Arme – Reiche) und ideologische (z.B. Linke – Rechte) Gruppen, so daß die Gesellschaft schon desintegriert ist, bevor überhaupt die Einwanderer kommen. Bei Kapitalismus ist Integration illusorisch, denn wer überleben will, muß sich einigeln. Erst bei Freiwirtschaft hat sie eine Chance.

Köln, den 27.2.2017
Hans Kadereit