Unsere Werte

 menschlich – nachhaltig – fair

 

– Menschlichkeit heißt für uns: Jeder Mensch ist zur Freiheit berufen. Er hat das grundsätzliche Recht, sich frei nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden, aber auch die Pflicht, alle sich daraus ergebenden Konsequenzen zu tragen. Jeder Freiheit sind lediglich dort Grenzen gesetzt, wo die Freiheit des Nächsten eingeschränkt wird. Echte Freiheit entsteht jedoch erst durch die wirtschaftliche Unabhängigkeit jedes Einzelnen Gliedes der Gesellschaft.

– Menschlichkeit bedeutet genauso Solidarität zwischen den Menschen wo immer als notwendig und gesellschaftlich geboten erkannt. Die primären Empfänger der Solidarität sind die Schwachen der Gesellschaft: wie z.b. Alte, Kranke, Behinderte, problembeladene Jugendliche sowie Kinder vom Moment ihrer Existens an. Basis praktizierter Solidarität ist die Familie als Grundzelle jeder Gesellschaft, als existenzielles Bindeglied zwischen den Generationen und als Wurzel der Solidarität über Grenzen hinaus. Ihr gebührt daher eine besondere Beachtung.

– Menschlichkeit entsteht durch die für das neue gesellschaftliche Zusammenleben notwendige Gemeinschaft. Dabei geht es um die Wärme zwischenmenschlicher Beziehungen und Partnerschaften, um Zuwendung und Nähe, um Ideen und Poesie, um die Ausstrahlung von Erfahrung und Utopie, von Philosophie und Glaube.

 – Nachhaltigkeit ist für die HUMANwirtschaft nicht nur eine Forderung an alles wirtschaftliche Handeln, sondern genauso an alle politischen und sozialen Maßnahmen. Die Lebensweise der gegenwärtigen Generationen darf nicht künftige Generationen belasten. Dieses Ziel und dieser Anspruch gelten für alle Bereiche der Gesellschaft.

– Nachhaltigkeit erfordert den Wechsel zu einer natürlichen Ökonomie als Basis für eine funktionierende, vom Wachstumszwang befreite Marktwirtschaft, welche einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen der Erde pflegt. Aufgabe dieser neuen Ökonomie ist die Befriedigung der natürlichen materiellen Bedürfnisse der Menschen.

– Um echte Nachhaltigkeit zu erreichen setzt sich die HUMANwirtschaft deshalb vor allem im Interesse der Zukunft unserer Kinder für den Umbau unserer kapital- und wachstumsorientierten Wirtschaftsordnung zu einer natürlichen Wirtschaftordnung ein. Unbedingt notwendig ist dabei neben der Einführung eines allgemeinen Ressourcennutzungsrechts auch das als universelles Tauschmittel dienende Geld dem natürlichen Kreislauf aller Dinge zu unterwerfen.

– Fairness bedeutet in der HUMANwirtschaft Gerechtigkeit auf der Grundlage der Achtung vor der Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit jedes einzelnen Menschen und der gleichzeitigen Gleichwertigkeit aller Menschen innerhalb unserer Gesellschaft. Jeder Mensch ist ein unverwechselbares Original und trägt mit seinen spezifischen Eigenheiten zum schöpferischen Zusammenleben aller Menschen bei.

– Fairness erfordert deshalb die Ermöglichung der größtmöglichen Mitsprache; Mitwirkung und Mitentscheidung aller in allen jedermann betreffenden Belangen. Um niemanden auszuschließen, ist dieses Prinzip jeweils auf der untersten Ebene anzusetzen, gemäß der Überzeugung, dass jeder etwas zum Gemeinwohl beizutragen hat.

– Fairness ist auch das Recht jedermanns, den vollen Ertrag seiner Arbeitsleistungen zu erhalten und damit eigenverantwortlich zum eignen Wohle zu handeln zu können. Die Gewährleistung einer vollständigen Chancengleichheit durch gleichberechtigten Zugang zu allen Reichtümern dieser Erde ist ebenso eine Grundbedingung für die angestrebte Gerechtigkeit in der Humanwirtschaft. Daher sind alle, welche freiwillig Verzicht üben oder in irgendeiner Weise von der ihnen zustehenden Nutzung ausgeschlossen sind von den Nutzern der Ressourcen zu entschädigen.

Das Ideal der HUMANwirtschaft ist daher weder Reichtum noch Armut, weder Wachstum noch Abschwung, sondern der FREIE MENSCH in einer von Menschlichkeit, Nachhaltigkeit und Fairness geprägten Gesellschaft.