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Das Vollgeld im Mittelalter

Eine Form des fließenden Geldes gab es bereits in der Zeit von 1150 bis 1450. Zu dieser Zeit wurden in Deutschland Münzen mit Jahreszahl geprägt und am Ende des Jahres wurden diese ungültig. Für 100 alte Münzen erhielt das Volk dann durch Umtausch 80 neue – das war die einzige Steuer des Fürstentums. Dadurch wurde der Umlauf des Geldes verstärkt, weil niemand den Fürsten etwas schenken wollte. Zu dieser Zeit wurden alle schönen mittelalterlichen Städte gegründet wie Bruchsal, Rastatt, Freiburg, Xanten, Görlitz, Tübingen, Regensburg, Bamberg und Straßburg sowie Dome gebaut wie Kölner Dom, Straßburger Dom, Freiburger Dom, Worms und Mainz. Zu dieser Zeit wurden nur 4 Tage in der Woche bzw. 30 Stunden gearbeitet, obwohl noch keine technische Maschinen auch nur ansatzweise auf dem heutigen Level existierten und trotzdem berichten Bücher auch nach heutigen Maßstäben von einer Zeit des Genusses und Wohlstands. Insgesamt wird aus dieser Zeit nur selten berichtet, weil in diesen 300 Jahren in den Regionen des fließenden Geldes keine nennenswerten Kriege existierten über die man berichten konnte. Erst nachdem das fließende Geld abgeschafft wurde begann die düstere Zeit des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, des so genannten Mitteltalters mit Hexenverbrennungen, Ketzermorden, 30 jährigem Krieg, Pest etc.

Quelle: politikbildung.de – Abteilung für politische Bildung der ESDP-Initiative: Das Vollgeld im Mittelalter