Soziale Medien und Demokratie: Die Krise des Wir

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Seit heute sind bei Twitter 280 Zeichen erlaubt – als wäre das die Lösung in einer Zeit, in der Fakten keine Rolle mehr spielen. Und es der Demokratie an einer gemeinsamen Basis mangelt, auf der sich streiten ließe.

Die Beiträge von Sascha Lobo sind zwar immer ein bisschen sehr intellektuell, aber zwei mal einen Beitrag zu lesen, hat noch nie jemandem geschadet. “In Zeiten politischer Beeinflussung via Social Media, von Hyperpolarisierung und Debattendysfunktionalität – zieht sich Twitter zur Lösung der Probleme zurück und kommt wieder mit 280 statt 140 Zeichen. Das ist nicht bloß die falsche Lösung, das ist die falsche Lösung des völlig falschen Problems. Als würde man in einem brennenden Haus den Flur neu streichen. Twitter hat Twitter nicht verstanden. Facebook hat Facebook nicht verstanden. Wir alle haben die gesellschaftliche Wirkweise und Wirkmacht sozialer Medien noch nicht begriffen. Und vor allem wissen wir noch nicht, wie Öffentlichkeit in Zeiten sozialer Medien, in Zeiten der Krise des Wir so funktioniert, dass sie die liberale Demokratie stützt und nicht stürzt.”
WP

Quelle: Soziale Medien und Demokratie: Die Krise des Wir – SPIEGEL ONLINE – Netzwelt