Unterrichtsausfall

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Das Schulwesen in Deutschland, so auch in NRW, ist staatlich organisiert. Die Steuerzahler kostet das viel Geld. Dafür können sie eine ordentliche Leistung des Staates verlangen. Von den Elternvereinigungen wird aber immer wieder neben der schlechten Ausrüstung der Schulen beklagt, daß viele Schulstunden ersatzlos ausfallen oder unzureichende Vertretungen geboten werden. Der Staat erfüllt seine Verpflichtungen anscheinend nicht ordnungsgemäß.

Die Zahlen (laut Tagespresse) für das letzte Schuljahr (16/17) in NRW lauten:
1,8 % der Schulstunden fielen ersatzlos aus,
7,6 % der Schulstunden wurden vertreten.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dabei die Vertretung qualitativ schlechter als das Original gewesen sein – obwohl man nicht ausschließen kann, daß sie auch mal besser gewesen sein könnte.

Für Verbesserungen könnte aber ein privat organisiertes Schulwesen sorgen, weil es unter Wettbewerbsdruck stehen würde, doch unter den heutgen – kapitalistischen – Bedingungen sind die Wähler dafür nicht zu begeistern. Da die Arbeitserträge (der “Armen”) zu Gunsten der Kapitalerträge (der “Reichen”) geschmalert werden, könnte der überwiegende Teil der Schaffenden das Schulgeld wohl nicht bezahlen: daher lieber eine schlechtere staatliche Schule haben als garkeine! Und unserer ausländischen Konkurrenz geht es ja auch nicht besser!

11.12.17, Hans Kadereit