{"id":829,"date":"2014-01-31T16:17:38","date_gmt":"2014-01-31T14:17:38","guid":{"rendered":"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=829"},"modified":"2019-12-06T16:11:35","modified_gmt":"2019-12-06T14:11:35","slug":"1-ausgangssituation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=829","title":{"rendered":"1. Ausgangssituation"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"margin-down wp-block-heading\">Jeden Tag findet in unserem Land und weltweit eine gigantische Umverteilung von gesellschaftlich erarbeitetem Reichtum statt.<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese f&uuml;hrt auf der einen Seite zu einer immer gr&ouml;&szlig;eren Verschuldung von Unternehmen, &ouml;ffentlichen und privaten Haushalten und m&uuml;ndet auf der anderen Seite in stetig wachsenden Geldverm&ouml;gen in immer weniger H&auml;nden. Die Quellen dieser fatalen Fehlentwicklung sind ein historisch gewachsenes Geldsystem und das geltende Bodenrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das heutige Geld kommt es zu<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>periodisch zwangsl&auml;ufig wiederkehrenden Wirtschaftskrisen immer schneller wachsenden leistungslosen Einkommen zugunsten des geldverleihenden Kapitals durch Zins- und Zinseszins, einer extrem ungleichen Verteilung von Geldverm&ouml;gen, dem Verschuldungszwang der Volkswirtschaft, dem Entzug immer gr&ouml;&szlig;erer Geldmengen aus der realen Wirtschaft (durch spekulative Kapitalbewegungen, Schwarzgelder, Hortungen, R&uuml;stung und Krieg).<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das heutige Geld ist zur&uuml;ckhaltbar und kann, im Gegensatz zur durchschnittlichen Ware, ohne pers&ouml;nlichen Verlust dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden. Um den Geldkreislauf dennoch aufrecht zu erhalten, ben&ouml;tigt das kapitalistische System &bdquo;Zins&ldquo; und &bdquo;Inflation&ldquo;. Sie sollen den Umlauf des Geldes sichern. Diese Methode ist jedoch f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung mit gravierenden Nachteilen verbunden:<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Zinseszins-Mechanismus erfolgt eine permanente Einkommens- und Verm&ouml;gensumverteilung von &bdquo;unten nach oben&ldquo;, von den Arbeitenden zu den Besitzenden. Diese l&auml;sst immer mehr Menschen verarmen. Die Umverteilung geschieht durch den Kapitalkostenanteil, der in alle G&uuml;terpreise und auch in die Mietpreise einkalkuliert wird und der mittlerweile bei Konsumg&uuml;tern zu einem Zinsanteil von durchschnittlich 35 Prozent und bei Wohnungsmieten von 70 Prozent f&uuml;hrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Zinsen zahlen alle B&uuml;rger, zumeist ohne es zu wissen, bei jedem Einkauf und bei der &Uuml;berweisung ihrer Mieten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig werden durch die Inflation die Einkommen und Ersparnisse immer weniger wert, da die Preise der Waren und Dienstleistungen steigen. Diese schleichende Enteignung wird von den Verantwortlichen des heutigen Geldsystems sch&ouml;ngeredet. 1,5 bis 2 Prozent Inflation werden von ihnen als &bdquo;Preisstabilit&auml;t&ldquo; bezeichnet, obwohl bereits eine Inflation in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung innerhalb von 35 Jahren die Geldverm&ouml;gen im Wert halbiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen des heutigen Geldsystems f&uuml;r die Wirtschaft sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zwang zur Erwirtschaftung von Rendite (leistungslose Einkommen der Kapitalgeber)<\/li><li>aggressive, k&uuml;nstliche Nachfragesteigerung<\/li><li>Vernachl&auml;ssigung &ouml;kologischer und nachhaltiger Wirtschaftskriterien<\/li><li>Rationalisierung der Produktion ohne entsprechende Vorteile f&uuml;r die Arbeitnehmer<\/li><li>R&uuml;ckgriff auf billige Arbeitskr&auml;fte in Niedriglohnl&auml;ndern<\/li><li>Lohnk&uuml;rzungen und Verl&auml;ngerung der Arbeitszeit<\/li><li>Entlassungen, Arbeitslosigkeit<\/li><li>Ausweichen in globalisierte Handelsm&auml;rkte<\/li><li>Steuerflucht und Steuerhinterziehung<\/li><li>Wirtschaftskriminalit&auml;t und Bilanzf&auml;lschung<\/li><li>Neuverschuldung (Schuldenspirale)<\/li><li>Insolvenzen<\/li><li>Monopolbildung<\/li><li>Korruption<\/li><li>Abbau gewerkschaftlicher Errungenschaften (K&uuml;ndigungsschutz, Aufk&uuml;ndigung von Tarifvertr&auml;gen)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Verschuldung des Staates hat inzwischen solche Ausma&szlig;e angenommen, dass sie nicht mehr zu tilgen ist. Von Seiten der Politik wird zunehmend versucht, gegenzusteuern. Die ebenso hilf- wie nutzlosen Methoden sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>die &bdquo;Beschw&ouml;rung&ldquo; eines kommenden Wirtschaftswachstums<\/li><li>Abbau sozialer Sicherungssysteme<\/li><li>&bdquo;Sparma&szlig;nahmen&ldquo; jedweder Form<\/li><li>Einschr&auml;nkung und Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben<\/li><li>Verkauf von staatlichen und kommunalen Verm&ouml;genswerten<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Weil diese Massnahmen wegen des zugrunde liegenden Systemfehlers nur kurzfristige Erleichterung bringen k&ouml;nnen, folgen bald die n&auml;chsten Schritte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>F&ouml;rderung der R&uuml;stungsindustrie<\/li><li>Beteiligung an milit&auml;rischen Aktionen<\/li><li>und nat&uuml;rlich: weitere Neuverschuldung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Armut, Hunger, Gewalt, Stress, Krankheiten, Entsolidarisierungen, Konkurrenzdruck, Kriminalit&auml;t, Terrorismus, Beseitigung demokratischer Grundrechte, Unterdr&uuml;ckung und Ausgrenzung von sozial Schw&auml;cheren, Umweltzerst&ouml;rung und sinkende Lebensqualit&auml;t sind allesamt Folgen des bestehenden Geldsystems.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-background has-vivid-green-cyan-background-color\" href=\"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=832\" style=\"border-radius:10px\">Rundgang<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Tag findet in unserem Land und weltweit eine gigantische Umverteilung von gesellschaftlich erarbeitetem Reichtum statt. 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