{"id":832,"date":"2014-01-31T16:25:51","date_gmt":"2014-01-31T14:25:51","guid":{"rendered":"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=832"},"modified":"2019-12-06T16:13:56","modified_gmt":"2019-12-06T14:13:56","slug":"1-1-arbeitslosigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=832","title":{"rendered":"1.1 Arbeitslosigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Aus der Palette von Problemen, die der zinsbasierte Kapitalismus mit sich bringt, ragt ein Thema heraus, das von der Mehrzahl der Menschen in unserem Lande als das dr&auml;ngendste Problem begriffen wird: die sogenannte &ldquo;Arbeitslosigkeit&rdquo;.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst wenn die Quote, wie z.B. im September 2007 mit offiziell &ldquo;nur&rdquo; etwas &uuml;ber 3,8 Millionen Menschen, so niedrig liegt wie seit&nbsp;Jahren nicht mehr,&nbsp;darf dies nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Gesamtzahl der Menschen, die nicht ohne staatliche Hilfe&nbsp;&uuml;berleben k&ouml;nnen in Deutschland bei <strong>&uuml;ber 8 Millionen liegt<\/strong> (Zahl der Leistungsberechtigten nach&nbsp;SGB II\/III und SGB XII)!<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>HUMAN<\/strong>WIRTSCHAFTSPARTEI erkl&auml;rt hierzu:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitslosigkeit &ndash; es fehlt nicht der &auml;u&szlig;ere oder innere Antrieb, sondern das Geld!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&bdquo;Ein Leben ohne Arbeit ist m&ouml;glich, aber sinnlos&ldquo;, m&ouml;chte man mit Loriot sagen.<br>Doch daf&uuml;r ist das Thema&nbsp;zu ernst.<br>Millionen direkt&nbsp;Betroffene.<br>Noch mal so viel und noch mehr indirekt&nbsp;Betroffene.<br>Und noch mal so viel und noch mehr davon Bedrohte, die noch eine &bdquo;Arbeit&ldquo; haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeitsteilung in der Gesellschaft wird immer wieder weg von alten und hin zu neuen T&auml;tigkeitsfeldern f&uuml;hren. Berufe werden &bdquo;aussterben&ldquo;. Es entstehen neue.<br>Diese zeitweilige &bdquo;Berufslosigkeit&ldquo;, die <strong>berufliche Neuorientierung ist noch keine Arbeitslosigkeit!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F&uuml;r die <strong>individuelle Arbeitslosigkeit<\/strong> werden&nbsp;immer wieder verschiedene &bdquo;Ursachen&ldquo; angef&uuml;hrt:<\/p>\n\n\n\n<p>Dummheit (er gen&uuml;gte den Anforderungen nicht mehr)<br>Faulheit (er war ausgebrannt)<br>Frechheit (er hat den Sohn vom Inhaber einen St&uuml;mper genannt)<br>Bescheidenheit (sie konnte sich nicht so gut verkaufen)<br>Klugheit (sie war &uuml;berqualifiziert, sie wusste zuviel)<\/p>\n\n\n\n<p>und viele andere M&auml;ngel werden f&uuml;r eine individuelle Begr&uuml;ndung benutzt. Aber all diese &ldquo;M&auml;ngel&rdquo;,&nbsp;so sie nicht nur vorgeschoben wurden,&nbsp;bewirken keine Langzeitarbeitslosigkeit!<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist Arbeitslosigkeit ein Problem?<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitslosigkeit n&auml;hrt sich bis zu einem Punkt selbst.<br>Arbeitslosigkeit bedeutet in der Regel Verzicht &ndash; bis hin zu wirklicher Armut.<br>Arbeitslosigkeit belastet die Gemeinschaft und die Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Steuerlast der Produzenten wird gr&ouml;&szlig;er. Weil weniger jetzt mehr Steuern zahlen sollen, aber nicht k&ouml;nnen, w&auml;chst die Schuldenaufnahme, und damit dreht sich die Zins- und Steuerspirale schneller und schneller.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitslose kaufen weniger ein. Die Produzenten nehmen dadurch weniger ein.<br>Weniger Ums&auml;tze, weniger Gewinne, noch weniger Steuern, weniger Investitionen.<br>Schlechtere Arbeitsbedingungen. Lohnausf&auml;lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Druck auf die Unternehmer.<br>Druck&nbsp;auf die Arbeitnehmer, weil diese von den Arbeitslosen ersetzt werden k&ouml;nnten.<br>Druck auf die L&ouml;hne.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausweg? Entlassungen!<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Auswege?<br>Die Bed&uuml;rfnisse von Arbeitslosen noch weiter einschr&auml;nken?<br>Die Transferleistungen k&uuml;rzen?<br>Die Zahlung von Transferleistungen an Billiglohnarbeit kn&uuml;pfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vermittlung von Billiglohnarbeitern f&uuml;hrt zum gleichen Ergebnis:<br>Druck auf L&ouml;hne, Steuern, Schulden, Zinsen &ndash; und die Steigerung dieser Problematik.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitslosigkeit &ndash;&nbsp;ein Zeichen f&uuml;r &bdquo;ges&auml;ttigte M&auml;rkte&ldquo;?<br>Arbeitslosigkeit &ndash; ein Opfer auf dem Altar des&nbsp;technologischen Fortschritts?<\/p>\n\n\n\n<p>So m&ouml;chte man es uns glauben machen!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum soll dann ausgerechnet WACHSTUM,&nbsp;also genau dieser Fortschritt,&nbsp;nicht nur die Ursache f&uuml;r die Arbeitslosigkeit sondern auch gleichzeitig ihr Ausweg bzw. ihre L&ouml;sung sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Die L&ouml;sung &ldquo;Wirtschaftswachstum&rdquo; wird von etablierten Politikern bevorzugt. Wieder andere m&ouml;chten, dass wir uns freuen, dass so viele Menschen vom &bdquo;Joch der Erwerbsarbeit&ldquo; freigestellt werden k&ouml;nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitslosigkeit &ndash; Ergebnis von zuviel oder zuwenig Wachstum?<br>W&auml;re das nicht die folgerichtige Frage?<br>Es ist die falsche Frage!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die richtige Frage lautet: Was ist Arbeitslosigkeit wirklich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dem Begriff ARBEITSLOSIGKEIT steckt eine L&uuml;ge!<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird behauptet, dass es zuwenig Arbeit g&auml;be, weil diese besser von Maschinen, Programmen, Automaten, Systemen oder Robotern erledigt werden w&uuml;rde.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Im 19. Jahrhundert wurden&nbsp;zahlreiche technische Erfindungen realisiert. Damit wurde manuelle Arbeit in riesigen Mengen &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht. In diesem Jahrhundert verdoppelte sich die Bev&ouml;lkerung in einigen L&auml;ndern Europas, in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern stieg sie auf das drei- oder vierfache. Mit ihnen auch die Zahl der Arbeitskr&auml;fte und Arbeitspl&auml;tze! Ebenso in Japan und Amerika.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu allen Zeiten wurden Maschinen f&uuml;r das Verschwinden von abh&auml;ngiger Besch&auml;ftigung verantwortlich gemacht. Das Heraustreten des Menschen aus dem physischen Produktionsprozess hat in dem erw&auml;hnten 19. Jahrhundert die Zahl der &bdquo;bezahlten T&auml;tigkeiten&ldquo; vervielfacht!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Arbeit wird&nbsp; &ndash; verk&uuml;rzt &ndash;&nbsp; jede &ldquo;bezahlte T&auml;tigkeit&rdquo; bezeichnet. Wenn ARBEIT die T&auml;tigkeit genannt werden kann, mit der &ldquo;f&uuml;r andere Menschen n&uuml;tzliche Dinge hergestellt werden&rdquo; oder allgemeiner gesagt, mit der geholfen wird, &ldquo;die Bed&uuml;rfnisse anderer Menschen zu befriedigen&rdquo;, dann sollte diese erst dann weniger werden, wenn diese n&uuml;tzlichen Dinge selbst n&uuml;tzliche Dinge herstellen und ohne Qualit&auml;tsverlust, die Bed&uuml;rfnisse anderer Menschen befriedigen helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit w&auml;ren wir beim Zusammenhang von Arbeit und Bed&uuml;rfnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Gruppe der materiellen Bed&uuml;rfnisse oder besser gesagt der <strong>Grundbed&uuml;rfnisse<\/strong> angeht, so ist die Vorstellung realistisch, sich Maschinen und Technik daf&uuml;r zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vollautomatisierte Fabriken. Vollautomatisierte Wohnh&auml;user. Das alles gibt es schon. Doch, wer m&ouml;chte wirklich von einer Maschine unterrichtet werden? Oder im Alter von einer Maschine gepflegt?<\/p>\n\n\n\n<p>Bed&uuml;rfnisbefriedigung ohne Emotionen? Zahlreiche h&ouml;here Bed&uuml;rfnisse k&ouml;nnen nicht ohne die direkte Mitwirkung des Menschen befriedigt werden. Wer m&ouml;chte sich einen Roboter als Babysitter vorstellen? Wer einen Musiker aus Blech oder Keramik? Wer m&ouml;chte sich von einem Roboter im Krankheitsfalle diagnostizieren lassen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungsrichtung von menschlichen Bed&uuml;rfnissen scheint klar ausgerichtet. Werden physische Bed&uuml;rfnisse ausreichend befriedigt, entstehen neue,&nbsp; h&ouml;here Bed&uuml;rfnisse. Bed&uuml;rfnisse in den Bereichen Sport, Kunst, Bildung, Wissenschaft, Religion und anderen. Die Besonderheit dieser Bed&uuml;rfnisse gegen&uuml;ber den physischen Bed&uuml;rfnissen: Sie k&ouml;nnen ins Unendliche wachsen! Selbst materielle Bed&uuml;rfnisse k&ouml;nnen sich in eine Richtung entwickeln, die eine Harmonie mit dem Universum anstreben: Fahrzeuge, die mit recycelbaren Energien angetrieben werden, u.&auml;.<\/p>\n\n\n\n<p>Physische Bed&uuml;rfnisse sind &bdquo;ziemlich&ldquo; endlich. Niemand kann mit einem K&ouml;rper in 2 oder mehr Wohnst&auml;tten gleichzeitig wohnen. Selbst das eigene Haus, die eigene Wohnung, sollte eine endliche Gr&ouml;&szlig;e haben. Mit dem Elektromobil zum n&auml;chsten M&uuml;lleimer fahren, oder jeden Schritt mit Dienern gehen? Dieses Bed&uuml;rfnis w&uuml;rde jedoch die Ungleichheit der Menschen geradezu voraussetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeit ist so eng an menschliche Bed&uuml;rfnisse gekoppelt,&nbsp;dass vereinfachend gesagt werden kann, dass Arbeit ein menschliches Bed&uuml;rfnis ist, weil es die Grundlage f&uuml;r die Befriedigung menschlicher Bed&uuml;rfnisse ist. Bed&uuml;rfnisse sind nicht begrenzt und&nbsp;die historische Entwicklung deutet nicht darauf hin, dass sich dieser Trend umkehrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Damit ist jedoch genug von dem vorhanden, was wir ARBEIT nennen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es fehlt also lediglich am Geld, wenn das Ph&auml;nomen der &ldquo;Arbeitslosigkeit&rdquo; seit Jahrzehnten tendenziell zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Leben ohne Arbeitslose ist m&ouml;glich und &auml;u&szlig;erst sinnvoll!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erreicht werden kann&nbsp;dies durch die Umsetzung des Programms der <strong>HUMAN<\/strong>WIRTSCHAFTSPARTEI, wodurch gleichzeitig auch die anderen gro&szlig;en Probleme unserer Zeit, wie z.B. die Staatsverschuldung, gel&ouml;st w&uuml;rden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-background has-vivid-green-cyan-background-color\" href=\"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=840\" style=\"border-radius:10px\">Rundgang<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Palette von Problemen, die der zinsbasierte Kapitalismus mit sich bringt, ragt ein Thema heraus, das von der Mehrzahl der Menschen in unserem Lande &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":238,"featured_media":0,"parent":829,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","_uag_custom_page_level_css":"","advgb_blocks_editor_width":"","advgb_blocks_columns_visual_guide":"","footnotes":""},"class_list":["post-832","page","type-page","status-publish","hentry"],"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"tf-client-image-size":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"bam-large":false,"bam-featured":false,"bam-list":false,"bam-thumb":false,"bam-small":false,"mailpoet_newsletter_max":false,"audioigniter_cover":false,"tptn_thumbnail":false},"uagb_author_info":{"display_name":"Web Master","author_link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?author=238"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Aus der Palette von Problemen, die der zinsbasierte Kapitalismus mit sich bringt, ragt ein Thema heraus, das von der Mehrzahl der Menschen in unserem Lande &hellip;","coauthors":[],"author_meta":{"author_link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?author=238","display_name":"Web Master"},"relative_dates":{"created":"Ver\u00f6ffentlicht 12\u00a0Jahren vor","modified":"Aktualisiert 6\u00a0Jahren vor"},"absolute_dates":{"created":"Ver\u00f6ffentlicht am 31. 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