{"id":900,"date":"2014-02-11T12:09:43","date_gmt":"2014-02-11T10:09:43","guid":{"rendered":"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=900"},"modified":"2019-12-08T22:24:36","modified_gmt":"2019-12-08T20:24:36","slug":"3-15-abruestung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=900","title":{"rendered":"3.15. Abr\u00fcstung"},"content":{"rendered":"\n<p>In den internationalen Beziehungen spielen nach wie vor ideologische und religi&ouml;se Aspekte eine gro&szlig;e Rolle. Jedoch resultieren diese &bdquo;Reflexe&ldquo; immer aus politischen Interessenlagen und haben ihre Wurzeln in den &ouml;konomischen Verh&auml;ltnissen. Wie auch immer der verlautbarte Kriegs- oder Angriffsgrund hei&szlig;en mag: Es geht um die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, die Beherrschung der Weltressourcen und um politische Kontrolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die kapitalistische Wirtschaftsweise aufrecht zu erhalten ist R&uuml;stung und R&uuml;stungsproduktion unbedingt erforderlich. Die Friedensproduktion dr&uuml;ckt immer auf den Sachkapitalzins, denn jedes gebaute Haus und jede errichtete Fabrik schafft mehr Angebot und mehr Konkurrenz. Beide dr&uuml;cken auf den Preis und w&uuml;rden bei anhaltender Investition daf&uuml;r sorgen, dass der Sachkapitalzins gegen Null sinkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher werden die Investitionen in die Friedensproduktion an dem Punkt gestoppt, an dem sie keine 2 &ndash; 2,5% Zinsen mehr abwerfen. Das nach Profit gierende Kapital sucht sich andere Anlagem&ouml;glichkeiten &ndash; zum Beispiel im Ausland &ndash; oder wartet, im schlimmsten Fall, bis der Bedarf &ndash; respektive die Not &ndash; wieder gro&szlig; genug geworden ist, um einen m&ouml;glichst hohen Zinssatz zu erm&ouml;glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders hingegen verh&auml;lt es sich mit der Produktion von R&uuml;stungsg&uuml;tern. Sie dr&uuml;cken nicht auf den Sachkapitalzins, denn sie befriedigen keinen realen Bedarf der Bev&ouml;lkerung. Die R&uuml;stungsg&uuml;terproduktion ist f&uuml;r den Kapitalismus systemimmanenter Zwang. Zum einen werden in der R&uuml;stung satte Profite gemacht und damit dem Rendite suchenden Kapital lukrative Anlagem&ouml;glichkeiten geboten, zum anderen sorgen die Wiederaufbauauftr&auml;ge nach einem Krieg f&uuml;r nachhaltige Erh&ouml;hungen der Bruttosozialprodukte in den Industrienationen. Wenn eine Volkswirtschaft an den Punkt gekommen ist, an dem viele der Friedensproduktionen nicht mehr genug Rendite abwerfen, dann gelingt es dem Staat und der Politik &uuml;ber die Vergabe von R&uuml;stungsauftr&auml;gen, Gelder in die Wirtschaft zu leiten und Arbeitspl&auml;tze zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Einf&uuml;hrung der <b>HUMAN<\/b><span style=\"font-family: Arial;\">WIRTSCHAFT<\/span> wird sich das Geld der Friedensproduktion nicht mehr systembedingt ab einem gewissen Punkt &bdquo;verweigern&ldquo;, sondern solange eingesetzt werden, wie eine Produktion wirtschaftlich ist. Heute unterbleiben bestimmte Investitionen, weil sie nicht gen&uuml;gend hohe Renditen innerhalb bestimmter Zeitr&auml;ume abwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies zeigt sich z.B. bei der Versorgung mit Solarenergie oder umweltschonenden Verkehrssystemen. Diese Investitionen k&ouml;nnen in der <b>HUMAN<\/b><span style=\"font-family: Arial;\">WIRTSCHAFT<\/span> endlich get&auml;tigt werden. So kann alles zur Verf&uuml;gung stehende Kapital &ndash; das nun nicht mehr zinstragend ist &ndash; aufgenommen und auf dem Weg der Friedensproduktion in den Wirtschaftskreislauf geleitet werden. Es gibt dann keinen &ouml;kono&not;mischen Zwang mehr, Rendite zu erwirtschaften und kein Staat wird mehr gezwungen sein, R&uuml;stungsauftr&auml;ge zu erteilen, um den Wirtschaftskreislauf aufrechtzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachfrage nach R&uuml;stungsg&uuml;tern wird dadurch drastisch sinken, denn es gibt keinen oder h&ouml;chstens einen sehr geringen realen Bedarf an Waffen und R&uuml;stung. Die Unternehmen, die mit der Produktion von R&uuml;stung ihren Umsatz gemacht haben, werden ihre Produktionen schnell umstellen m&uuml;ssen, denn die Menschen werden keine Kriegswaffen nachfragen und auch die Staaten werden keine Notwendigkeit mehr sehen, diese Produktion mit Subventionen oder Auftr&auml;gen am Leben zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwirklichung des Programms der <b>HUMAN<\/b><span style=\"font-family: Arial;\">WIRTSCHAFTSPARTEI<\/span> baut daher innen- wie au&szlig;enpolitische Spannungen ab und macht R&uuml;stung und Kriegsdienst &uuml;berfl&uuml;ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>R&uuml;stung und Milit&auml;rdienst sind allerdings nicht die Ursachen von Kriegen, ebenso wenig wie das Fieber die Ursache einer Krankheit ist. Die Ablehnung von R&uuml;stung reicht nicht aus, um Frieden zu schaffen. Vielmehr m&uuml;ssen die Ursachen, die zu Kriegsvorbereitung und zu Kriegen f&uuml;hren, beseitigt werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-background has-vivid-green-cyan-background-color\" href=\"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=1062\" style=\"border-radius:10px\">Rundgang<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den internationalen Beziehungen spielen nach wie vor ideologische und religi\u00f6se Aspekte eine gro\u00dfe Rolle. 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