{"id":988,"date":"2014-02-11T14:29:15","date_gmt":"2014-02-11T12:29:15","guid":{"rendered":"http:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=988"},"modified":"2019-12-08T03:49:23","modified_gmt":"2019-12-08T01:49:23","slug":"partei-geschichte-fsu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?page_id=988","title":{"rendered":"FSU"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"margin-down wp-block-heading\">FSU &ndash; Freisoziale Union<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>HUMAN<\/strong>WIRTSCHAFTSPARTEI wurde am 9. September 1950 in Bielefeld als &bdquo;Freisoziale Union&ldquo; (FSU) mit dem Ziel gegr&uuml;ndet, &bdquo;die Erkenntnisse Silvio Gesells durch eine unabh&auml;ngige politische Organisation zu verwirklichen&ldquo;. Sie entstand als Zusammenschluss parteim&auml;&szlig;ig organisierter Anh&auml;nger Gesells in der britischen Zone (Radikal-Soziale Freiheitspartei, RSF), der franz&ouml;sischen Zone (Freie Soziale Partei, FSP) und der amerikanischen Zone (Soziale Freiheitspartei, SFP).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der Partei l&auml;sst sich in mehrere Phasen untergliedern: Bis Mitte der f&uuml;nfziger Jahre betrieb sie erfolglos unter national-neutralistischen Vorzeichen B&uuml;ndnispolitik, die ihre kargen Kr&auml;fte verschliss und sie personell aufzehrte. Danach, bis zur Bundestagswahl 1965, konzentrierte sie sich auf die innere Rekonsolidierung, verzichtete auf Wahlbeteiligungen und stellte daf&uuml;r die Schulungs- und Aufkl&auml;rungsarbeit in den Vordergrund. In diesen Jahren dr&auml;ngte eine Generation von Reformern auf innerparteilichen Einfluss und bem&uuml;hte sich, die Praxis der FSU zu repolitisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Phase zwischen 1964 und 1974 beteiligte sie sich wieder an Wahlen &ndash; vor allem an Bundestagswahlen &ndash;, suchte in der Au&szlig;erparlamentarischen Opposition und unter den Natur- und Umweltsch&uuml;tzern nach Verb&uuml;ndeten und intensivierte ihre &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Ihr freisoziales Dogma schr&auml;nkte die Kooperationsf&auml;higkeit mit anderen politischen Kr&auml;ften jedoch empfindlich ein. Parteimitglieder und -aktivisten wendeten sich folglich der Umwelt- und &Ouml;kologiebewegung zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freisoziale Union verstand sich mehr oder weniger gleichzeitig als &bdquo;Urpartei der Frauen, als Urpartei der Gr&uuml;nen und als Urpartei des Friedens&ldquo;.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch blieben die politischen Erfolge der FSU gering. Dies mag mit daran gelegen haben, dass die Partei immer wieder ihre wirtschaftspolitischen Forderungen mit anderen Themen kombinierte, die nicht in den Bereich ihrer Kernkompetenz geh&ouml;rten. So sprach sich z.B. der Parteivorsitzende Kurt Ke&szlig;ler nicht nur f&uuml;r einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie aus &ndash; was ja angesichts der unkalkulierbaren Gefahren dieser Technologie eine bis auf den heutigen Tag nachvollziehbare Haltung ist &ndash;, sondern propagierte in der Parteizeitschrift &bdquo;Der 3. Weg&ldquo; neben der konsequenten Erforschung alternativer Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne auch &bdquo;die so genannte Freie Energie oder auch Tachyonen-Energie&ldquo;.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahlteilnahmen der FSU nach 1984 blieben sporadisch, auf wenige Landesverb&auml;nde (Hamburg und Schleswig-Holstein) beschr&auml;nkt und brachten nur wenige W&auml;hlerstimmen. In den Jahren 1987 und 1988 (Neuwahl nach der sog. &bdquo;Barschel-Aff&auml;re&ldquo;) trat die FSU in Schleswig-Holstein zu den Landtagswahlen an &ndash; das genaue Ergebnis ist nicht mehr zu ermitteln, da die Unterlagen des &bdquo;Statistikamt Nord&ldquo; die Ergebnisse der kleineren Parteien f&uuml;r das Land Schleswig-Holstein unter dem Begriff &bdquo;Andere&ldquo; subsumieren. Gleiches gilt f&uuml;r die Bundestagswahlen in Schleswig-Holstein, an denen die FSU in den Jahren 1987, 1994 und 1998 teilnahm (im Jahr 1998 auch in Teilen von Niedersachsen und in Hamburg). Bei keiner dieser Wahlteilnahmen wurde ein Ergebnis von mehr als 0,1 Prozent erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher konzentrierte sich die Partei weiterhin auf den Bildungsbereich und die Herausgabe der Zeitschrift &bdquo;Der 3. Weg&ldquo;. Dank ererbter Gelder konnte die Partei gegen Ende der neunziger Jahre den FJVD e.V. finanziell dabei unterst&uuml;tzen, das Silivo-Gesell-Heim in Wuppertal-Neviges zur Silvio-Gesell-Tagungsst&auml;tte auszubauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Parteivorsitzenden der FSU:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Richard Batz 1950 &ndash; 1952<br>Wilhelm Radecke 1952 &ndash; 1954<br>Albert Bartels 1954 &ndash; 1956<br>Peter Thielen 1956\/57 (gest. 4.9.1957)<br>Dr. Ernst Schr&ouml;der 1957\/58 komm. Vors. 1958 &ndash; 1961<br>Dr. Kurt Ke&szlig;ler 1961 &ndash; 1986<br>Hans-Bernhard Zill 1986 &ndash; 1996<br>Karl-Heinz Wandel 1996 &ndash; 1998 (gest. 23.04.1998)<br>Wilfried Harder 1998 komm. Vors.<br>Horst Mikonauschke 1998 &ndash; 1999<br>Hermann Benjes 1999 &ndash; 2000<br>Wolfram Triebler 2000 &ndash; 2001<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auf dem Bundesparteitag 2000 stellten Hans Olbrich und Thomas Seltmann ein Konzept vor, mit dem sie die Partei auf die &bdquo;Spur des Erfolges&ldquo; bringen wollten. Es gelang ihnen, die Delegierten von diesem Konzept zu &uuml;berzeugen. Dazu geh&ouml;rte auch die Umbenennung der FSU in <strong>HUMAN<\/strong>WIRTSCHAFTSPARTEI und die Umbenennung der Zeitschrift &bdquo;Der 3. Weg&ldquo; in <strong>HUMAN<\/strong>WIRTSCHAFT.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FSU &#8211; Freisoziale Union Die HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI wurde am 9. 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