{"id":24586,"date":"2025-08-06T10:00:00","date_gmt":"2025-08-06T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?p=24586"},"modified":"2025-07-18T19:39:38","modified_gmt":"2025-07-18T17:39:38","slug":"josef-wirmer-und-die-wirmer-flagge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?p=24586","title":{"rendered":"Josef Wirmer und die Wirmer-Flagge"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Humanwirtschaftspartei stellt vor<\/p>\n\n\n\n<p>Josef Wirmer (* 19. M&auml;rz 1901 in Paderborn; &dagger; 8. September 1944 in Berlin-Pl&ouml;tzensee) war ein deutscher Jurist und Widerstandsk&auml;mpfer gegen den Nationalsozialismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Er schlo&szlig; sich politisch der Zentrumspartei an, zu deren linkem Fl&uuml;gel er sich z&auml;hlte.<\/p>\n\n\n\n<p>1936 kam er in Kontakt zu den gewerkschaftlichen Widerstandskreisen um Jakob Kaiser. Seit 1941 geh&ouml;rte er zu dem Kreis um Carl Friedrich Goerdeler. Die historische Forschung ist sich mittlerweile einig, dass er im Widerstand durch seine pers&ouml;nlichen Kontakte sehr viele Vorbehalte &uuml;berwinden konnte, die traditionell zwischen den Gruppen der Gewerkschafter und Sozialdemokraten, den kirchlichen Kreisen und den alten adligen Eliten bestanden. Sein Haus war einer der wichtigsten Treffpunkte der Verschw&ouml;rer, wo neben Kaiser, Leuschner und Habermann auch Goerdeler und die Mitarbeiter der Abwehr verkehrten. Den Attentatsplan Claus Graf Schenk von Stauffenbergs unterst&uuml;tzte er von Anfang an. Von Wirmer stammt der einzige selbst&auml;ndige Entwurf aus den Reihen des Widerstands f&uuml;r ein neues Nationalsymbol: Er entwarf eine Nationalflagge, die ein schwarzes, golden eingefasstes Kreuz mit leicht zum Mast verschobenem Querbalken auf rotem Grund als neue Nationalflagge vorsah.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch des 20. Juli 1944 (Personen des 20. Juli 1944), bei dessen Gelingen Josef Wirmer als Reichsjustizminister eingeplant war, wurde er am 4. August verhaftet. Sein Auftreten im Prozess vor dem Volksgerichtshof ist durch Protokolle und den auf Hitlers Befehl heimlich gedrehten Film belegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 8. September 1944 wurde Josef Wirmer durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Zwei Stunden nach der Urteilsverk&uuml;ndung im Schauprozess wurde er mit einer Drahtschlinge in Pl&ouml;tzensee zusammen mit den f&uuml;nf anderen Verurteilten Georg Alexander Hansen, Ulrich von Hassell, Paul Lejeune-Jung, Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld und G&uuml;nther Smend hingerichtet. Die Wirmer-Flagge (im Handel auch als Flagge Deutscher Widerstand 20. Juli oder Stauffenberg-Flagge) ist ein Entwurf Josef Wirmers, Widerstandsk&auml;mpfer des 20. Juli 1944. Sie sollte gem&auml;&szlig; seiner Idee nach dem erfolgreichen Attentat gegen Hitler und dem Macht&uuml;bergang auf die Verschw&ouml;rer die neue Flagge Deutschlands werden. Vom Parlamentarischen Rat 1948\/49 als Bundesflagge diskutiert, diente der Entwurf in modifizierter Form der CDU von 1953 bis etwa 1970 als Parteifahne und der FDP als Vorbild f&uuml;r ihre Parteisymbole. Dann verschwand die Wirmer-Flagge aus der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung.<\/p>\n\n\n\n<p>1999 wurde die Flagge dann von Reinhold Oberlercher, dem Vordenker des neonazistischen Deutschen Kollegs, in seinem &Uuml;berarbeiteten Verfassungsentwurf vom 9. November 1999 zur Flagge des vom Deutschen Kolleg angestrebten Vierten Reichs erkl&auml;rt und war fortan die Flagge des Deutschen Kollegs. Zum deutschen Kolleg geh&ouml;rt auch Horst Mahler, der am 14. Dezember 2003 die Verk&uuml;ndigung der Reichsb&uuml;rgerbewegung ver&ouml;ffentlichte. Dadurch wurde die Fahne im damals medial und gesellschaftlich wenig beachteten Reichsb&uuml;rgermilieu popul&auml;r und somit verst&auml;rkt von rechtsextremen und -populistischen Gruppierungen verwendet, was auf Kritik von verschiedenen Seiten stie&szlig;. Wegen ihrer hohen Pr&auml;senz auf den Dresdner Pegida-Demonstrationen wurde die Flagge in einigen Medienberichten auch als &bdquo;Pegida-Fahne&ldquo; bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef Wirmer entwarf die nach ihm benannte Flagge nach Vorbild der skandinavischen Kreuzflaggen. Seine favorisierte Farbreihung entstand durch Herumprobieren mit den drei Grundfarben. Das christliche Kreuz war nach seiner Ansicht als Symbol des neuen Staates am besten geeignet. Die Flagge sollte nach dem Attentat auf Adolf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg, dessen erfolgreiche Durchf&uuml;hrung Wirmer erhoffte, und der &Uuml;bernahme der Regierungsgewalt durch die beteiligten b&uuml;rgerlichen Widerstandsgruppen (siehe Schattenkabinett Beck\/Goerdeler) als neue Nationalflagge dienen, da man die schwarz-rot-goldene Trikolore der Weimarer Republik nicht &uuml;bernehmen wollte. Die Farben sollten aber die demokratischen Kr&auml;fte einbinden, w&auml;hrend durch die Anlehnung an die Flaggen der skandinavischen L&auml;nder und die christliche Symbolik auch die konservativen Kreise unter den Offizieren angesprochen werden sollten, denen die Weimarer Republik mit ihrer Flagge verhasst war. Ganz nebenbei behob der Wirmer-Entwurf den heraldischen Fehler in der Farbfolge der Trikolore. Diese verstie&szlig; gegen die heraldische Regel, dass zwischen &bdquo;Farben&ldquo; (hier Schwarz und Rot) immer ein &bdquo;Metall&ldquo; (Gold\/Gelb oder Silber\/Wei&szlig;) liegen muss. Nicht belegt ist, dass Wirmer seinen Entwurf den anderen Verschw&ouml;rern jemals vorlegte. Dass cheitern des Attentats und der Macht&uuml;bernahme verhinderte die Einf&uuml;hrung der Flagge.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee, der zwischen dem 10. und 25. August 1948 tagte, auch &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Nationalflagge der Bundesrepublik Deutschland diskutiert. Ernst Wirmer, nun Mitglied des Parlamentarischen Rates, brachte die Delegierten der Unionsparteien und der Deutschen Partei am 16. Oktober 1948 dazu, den zweiten Entwurf seines Bruders zu &uuml;bernehmen und am 5. November vorzuschlagen, w&auml;hrend die SPD die alte Trikolore der Weimarer Republik bevorzugte und sich damit schlie&szlig;lich durchsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Version der &bdquo;Kreuzflagge&ldquo; wurde von der CDU eingereicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Humanwirtschaftspartei fordert:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirmer-Flagge sollte wegen des Missbrauchs dieser Flagge und ihrer eigentlich angedachten symbolischen Ziele durch rechte politische Gruppierungen welche diese verh&ouml;hnen und ins Gegenteil verkehren unter Staatsschutz gestellt werden und bei politischen Veranstaltungen und Kundgebungen nicht mehr &ouml;ffentlich zur Schau gestellt werden d&uuml;rfen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"375\" src=\"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24587\" srcset=\"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.png 250w, https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-200x300.png 200w, https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-100x150.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\"><\/figure>\n\n\n\n<p>Josef Wirmer<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"150\" src=\"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-24588\" srcset=\"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1.png 250w, https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1-150x90.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\"><\/figure>\n\n\n\n<p>Wirmer-Flagge Entwurf von 1944<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"24586\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"24586\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Humanwirtschaftspartei stellt vor Josef Wirmer (* 19. 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