{"id":24960,"date":"2026-07-22T17:55:33","date_gmt":"2026-07-22T15:55:33","guid":{"rendered":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?p=24960"},"modified":"2026-07-23T18:19:17","modified_gmt":"2026-07-23T16:19:17","slug":"die-formel-der-gerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanwirtschaftspartei.de\/?p=24960","title":{"rendered":"Die Formel der Gerechtigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor einigen Wochen erschien in der Humanen Wirtschaft ein Beitrag von Andreas Bangemann. Auf sieben Seiten ging es um eine Formel, welche Gerechtigkeit berechenbar macht. Sehr interessant, ausf&uuml;hrlich und kompetend. Alles richtig. Aber &ndash; Text, Text, Text. Eine Gleichung jagt die n&auml;chste. Nach einer Seite war ich weg. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worum geht es?   In der Kolumne &ldquo;Gastwirtschaft&rdquo; das ganze dann etwas einfacher erkl&auml;rt. (und hier zitiert) Drei &Ouml;konomen beweisen: Gerechtigkeit ist messbar. Eine Formel k&ouml;nnte das System ver&auml;ndern &ndash; wenn die Politik die Spielregeln &auml;ndert.  Eine einzige Gleichung, die zeigt, ob eine Wirtschaft gerecht ist. Keine Philosophie, keine Ideologie &ndash; reine Mathematik. Eine solche Gleichung existiert. C &minus; W = (r &minus; g) &middot; K lautet sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt kryptisch, ist aber einfach: Wenn der Zinssatz (r) h&ouml;her ist als die Wachstumsrate (g), dann eignen sich die Verm&ouml;gensbesitzer mehr an, als sie zur Wirtschaft beitragen &ndash; auf Kosten der Arbeitenden. Die Differenz r &minus; g ist das exakte Ma&szlig; f&uuml;r die Ungerechtigkeit im System. Ist sie null, gibt es keine Ausbeutung.<br>Ein Beispiel: Die deutsche Wirtschaft w&auml;chst derzeit um etwa 0,2 Prozent, der Zinssatz liegt bei &uuml;ber drei Prozent. Die Differenz von fast drei Prozentpunkten, angewandt auf den gesamten Kapitalstock &ndash; flie&szlig;t als leistungsloses Einkommen an Verm&ouml;gensbesitzer. Das ist kein Marktversagen. Es ist ein Konstruktionsfehler. In einer Rezession wird dieser Fehler zur offenen Wunde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei &Ouml;konomen &ndash; Norbert Olah, Thomas Huth und Dirk L&ouml;hr &ndash; haben in vier Studien gezeigt, dass dieses Gleichgewicht r = g effizient und auch gerecht ist. Beides ist dasselbe. Das wusste im Grunde schon Nobelpreistr&auml;ger Maurice Allais im Jahr 1947. Was neu ist: ein vollst&auml;ndiges Modell, das erkl&auml;rt, warum sich dieses Gleichgewicht nicht einstellt und was man dagegen tun kann.<br>Es gibt zwei Hindernisse. Erstens kann Geld gehortet werden, ohne an Wert zu verlieren. Das h&auml;lt den Zinssatz k&uuml;nstlich hoch. Zweitens ist Boden nicht vermehrbar. Wer ein Grundst&uuml;ck besitzt, dessen Wert steigt, hat daf&uuml;r nichts geleistet &ndash; die Gemeinschaft hat den Wert geschaffen.<br>Beide Hindernisse lassen sich beseitigen. Verbl&uuml;ffend dabei ist, dass selbst die konservative Theorie der optimalen Geldmenge von Milton Friedman zum gleichen Ergebnis f&uuml;hrt wie die Vorschl&auml;ge des Reformers Silvio Gesell. Die politischen Gegenpole treffen sich in der Mathematik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was ist mit dem angeblich unvermeidlichen Wachstumszwang? Im Modell verschwindet er. Wenn der Zins der Wachstumsrate folgen darf, ist Nullwachstum stabil. Dieser Zwang entsteht nicht aus der Wirtschaft, sondern aus dem Geldsystem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was kann jetzt eine Partei wie die Humanwirtschaft damit machen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie bekommt hier ein Werkzeug in die Hand, mit welchem sie ihre Mitbwerber an die Wand nageln kann. Jede Partei, jeder Politiker sieht sich als derjenige, welcher f&uuml;r Gerechtigkeit in einem Staat einsteht. Wenn die hier genannte Formel in einen Gesetzestext gegossen wird und damit eine mathematische Gesetzm&auml;&szlig;igkeit zur Leitlinie der Wirtschaft wird &ndash; Dann ist Gerechtigkeit! Dann ist Einigkeit und Recht und Freiheit. Und nicht nur Deutschland, sondern alle Welt ein einig Vaterland!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"24960\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"\" data-post-id=\"24960\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Wochen erschien in der Humanen Wirtschaft ein Beitrag von Andreas Bangemann. 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