Die Bücherverbrennung in Deutschland von März bis Oktober 1933 war eine von der NSDAP, der Hitlerjugend, Körperschaften der SA und der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion.
Es wurden 12 Thesen wider dem deutschen Ungeist entwickelt.
1)Sprache und Schrifttum wurzeln im Volke. Das deutsche Volk trägt die Verantwortung dafür, daß seine Sprache und sein Schrifttum reiner und unverfälschter Ausdruck seines Volkstums sind. 2) Es klafft heute ein Widerspruch zwischen Schrifttum und deutschem Volkstum. Dieser Zustand ist eine Schmach. 3) Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir! Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben. 4) Unser gefährlichster Widersacher ist der Jude und der, der ihm hörig ist. 5) Der Jude kann nur jüdisch denken. Schreibt er deutsch, dann lügt er. Der Deutsche, der deutsch schreibt, aber undeutsch denkt, ist ein Verräter. Der Student, der undeutsch spricht und schreibt, ist außerdem gedankenlos und wird seiner Aufgabe untreu. 6) Wir wollen die Lüge ausmerzen, wir wollen den Verrat brandmarken, wir wollen für den Studenten nicht Stätten der Gedankenlosigkeit, sondern der Zucht und der politischen Erziehung. 7) Wir wollen den Juden als Fremdling achten und wir wollen das Volkstum ernst nehmen. Wir fordern deshalb von der Zensur: Jüdische Werke erscheinen in hebräischer Sprache. Erscheinen sie in deutsch, sind sie als Übersetzung zu kennzeichnen. Schärfstes Einschreiten gegen den Mißbrauch der deutschen Schrift. Deutsche Schrift steht nur Deutschen zur Verfügung. Der undeutsche Geist wird aus öffentlichen Büchereien ausgemerzt. 8) Wir fordern vom deutschen Studenten Wille und Fähigkeit zur selbständigen Erkenntnis und Entscheidung. 9) Wir fordern vom deutschen Studenten den Willen und die Fähigkeit zur Reinerhaltung der deutschen Sprache. 10 ) Wir fordern vom deutschen Studenten den Willen und die Fähigkeit zur Überwindung des jüdischen Intellektualismus und der damit verbundenen liberalen Verfallserscheinungen im deutschen Geistesleben. 11) Wir fordern die Auslese von Studenten und Professoren nach der Sicherheit des Denkens im deutschen Geiste. 12) Wir fordern die deutsche Hochschule als Hort des deutschen Volkstums und als Kampfstätte aus der Kraft des deutschen Geistes.“
10. Mai 1933 in Berlin
Nach der Antrittsvorlesung Alfred Baeumlers, der als Professor für Philosophie und politische Pädagogik an die Berliner Universität berufen worden war, formierte sich der Fackelzug auf dem Hegelplatz hinter der Universität und zog entlang der Museumsinsel zum Studentenhaus in der Oranienburger Straße, wo Lastwagen warteten, auf denen etwa 25.000 Bücher verladen waren.
Da der Scheiterhaufen wegen des strömenden Regens nicht entzündet werden konnte, half die Feuerwehr mit Benzinkanistern nach. Etwa 70.000 Menschen nahmen an dieser Aktion teil. Gegen Mitternacht erschien Propagandaminister Joseph Goebbels und hielt eine Rede:
„Das Zeitalter eines überspitzten jüdischen Intellektualismus ist zu Ende gegangen, und die deutsche Revolution hat dem deutschen Wesen wieder die Gasse freigemacht. Diese Revolution kam nicht von oben, sie ist von unten hervorgebrochen. Sie ist deshalb im besten Sinne des Wortes der Vollzug des Volkswillens. […] In den letzten vierzehn Jahren, in denen ihr, Kommilitonen, in schweigender Schmach die Demütigungen der Novemberrepublik über euch ergehen lassen mußtet, füllten sich die Bibliotheken mit Schund und Schmutz jüdischer Asphaltliteraten. […] Revolutionen, die echt sind, machen nirgends Halt. Es darf kein Gebiet unberührt bleiben. So wie sie die Menschen revolutioniert, so revolutioniert sie die Dinge. […] Deshalb tut ihr gut daran, in dieser mitternächtlichen Stunde den Ungeist der Vergangenheit den Flammen anzuvertrauen. Hier sinkt die geistige Grundlage der Novemberrepublik zu Boden. Aber aus den Trümmern wird sich siegreich erheben der Phönix eines neuen Geistes, den wir tragen, den wir fördern, und dem wir das entscheidende Gewicht geben. […] Das Alte liegt in den Flammen, das Neue wird aus der Flamme unseres eigenen Herzens wieder emporsteigen. Wo wir zusammenstehen, und wo wir zusammengehen, da wollen wir uns dem Reich und seiner Zukunft verpflichten. Wenn Ihr Studenten Euch das Recht nehmt, den geistigen Unflat in die Flammen hineinzuwerfen, dann müsst Ihr auch die Pflicht auf Euch nehmen, an die Stelle dieses Unrates einem wirklichen deutschen Geist die Gasse freizumachen.“
Erste Aktionen der symbolischen Bücherverbrennung fanden bereits in den ersten Märztagen 1933 in Dresden, Rinteln an der Weser und dann im April 1933 in Düsseldorf, Magdeburg und Luckenwalde statt. In München war die Inszenierung am 6. Mai 1933 erfolgt.[15] Zur gleichen Zeit wie in Berlin fanden am 10. Mai 1933 Bücherverbrennungen auch in achtzehn weiteren Hochschulstädten statt: Bamberg, Bonn, Braunschweig, Bremen, Breslau, Dresden, Frankfurt am Main, Göttingen, Greifswald, Hannover, Hannoversch Münden, Kiel, Königsberg, Marburg, Münster, Nürnberg, Rostock und Würzburg. Am 19. Mai in Mannheim und Kassel (mit 30.000 Beteiligten). Am 10. Mai 1933 in München, bei der 50.000 Schaulustige auf dem Königsplatz teilnahmen.
Die von Herrmann erstellten „Schwarzen Listen“ wurden fortlaufend ergänzt und erweitert, ein Jahr später umfassten sie mehr als 3000 Titel verbotener Bücher und Schriften. Auf einer „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“, die ab 1935 regelmäßig herausgegeben wurde, fanden sich schließlich 12.400 Titel und das Gesamtwerk von 149 Autoren.
Heinrich-Heine-Zitat
„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
Dieses Zitat Heinrich Heines aus seiner Tragödie Almansor (1821, erschienen 1823) behandelt – entgegen einer weit verbreiteten Annahme – nicht die vier Jahre zuvor durchgeführte Bücherverbrennung beim Wartburgfest 1817, sondern eine Verbrennung des Korans nach der Eroberung des spanischen Granada durch christliche Ritter unter dem inquisitorischen Kardinal Francisco Jiménez de Cisneros 1499/1500 (siehe oben). In Heines Toleranzstück spricht der Moslem Almansor ben Abdullah mit Hassan, der verzweifelt gegen die christliche Besatzung kämpft:
Almansor:
Wir hörten daß der furchtbare Ximenes,Inmitten auf dem Markte, zu Granada -Mir starrt die Zung im Munde – den Koran in eines Scheiterhaufens Flamme warf!
Hassan:
Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
Dieser Satz stammt aus Heines Feder, aus eben jenem „Almansor“. Es ist Resümée des zum Christentum konvertierten Dieners Hassan angesichts der Reconquista in Spanien, aber auch eine konkrete Erinnerung an die Vernichtung der Bibliothek der Alhambra von Granada 1499 durch Kardinal Cisneros. Und der Satz wurde Prophezeiung für das, was in Deutschland noch kommen sollte.
In der großen Bibliothek von Cordoba lagerten im 10. Jahrhundert bereits über 500.000 Bücher.
Im 10. Jahrhundert wurde das Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr 110.000 Menschen in Córdoba (arabisch قرطبة, Qurtuba), das damals eine der größten Städte der Welt war. Die Straßen waren gepflastert, nachts beleuchtet, es gab sogar fließendes Wasser und 1600 Hamams. Ebenfalls soll es bereits eine städtische Müllabfuhr und eine kostenlose städtische Gesundheitsfürsorge gegeben haben.
Die Humanwirtschaftspartei fordert:
Keine staatliche Zensur sowie Kontrolle von Kunst, Kultur und Bildung. Die Freiheit der Bildung vor der Einflussnahme des Staates. Die Teilhabe und Teilnahme eines jeden Bürger/in an Kunst, Kultur und Bildung unabhängig vom sozialen Stand und Status eines jeden Einzelnen. Kostenloser Zugang zu allen Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Universität/Fachhochschule. Kostenlose Meisterausbildung im Handwerk. Kostenloser Eintritt zu allen Kultureinrichtungen (Museen). Abschaffung der GEZ-Gebühren. Kostenloser Rundfunk und Fernsehen. Finanzierung über das allgemeine Steueraufkommen. 10.Mai zum gesetzlichen Feiertag erklären.

