Über Deutschland fegt der kalte „Merzsturm“ hinweg mit all seinen negativen Auswirkungen. Es ist ein Merz ohne Nerz mit wenig Scherz aber ganz viel Schmerz. Der Merz feuerte die Debatte an ob wir uns den Sozialstaat noch leisten können. Selbstverständlich kam dieser Merz schon sehr schnell zu der Selbsterkenntnis, dass wir uns den Sozialstaat in Zukunft nicht mehr leisten könnten. Noch dazu sollen wir Alle in Zukunft mehr arbeiten weil wir Deutschen angeblich im internationalen Vergleich betrachtet zu wenig arbeiten würden. Und zur Krönung des Ganzen wird natürlich auch am Renteneintrittsalter kräftig gerüttelt. Dier 70 Gradmarke ist in greifbare Nähe gerückt. Die 4 Tage Woche wird natürlich auch in Frage gestellt.
Die Humanwirtschaftspartei befindet: Ein Staat und eine Regierung welche die Rüstungsausgaben bis auf 4 bis 5 Prozent des jährlichen BIP herauf schrauben will sollte auch genügend Geld für soziale Belange haben. Könnte die Wahrheit nicht darin begründet liegen, dass wir in Zukunft alle deshalb mehr arbeiten sollen, damit wir durch einen erhöhten Bruttolohn auch mehr Steuern bezahlen können für „Merzische“ Rüstungsfantasien. Ein Merz macht noch kein Frieden. Die „Merzische“ Friedenspolitik. Der Krieg steht vor der Haustür und der Frieden entflieht in ferne Galaxien.
Die Humanwirtschaftspartei informiert: Im Hochmittelalter von ca. 1150 bis 1450 gab es Deutschland eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit durch ein zinsloses Geldsystem. Auch Brakteaten genannt. Das Geld wurde vom Landesherrn zweimal im Jahr widerrufen. Für 100 alte Euro welche man bespielsweise eintauschen musste erhielt man 80 neue Euro. Eine Art Abschlagssteuer. Dies war auch gleichzeitig die einzigste Steuer die erhoben wurde. Durch ein vom Zinsmechanismus befreites Geld und Wirtschaftssystem bestand damals eine 4 Tage Woche. Mit Feiertagen und freien Tagen kam man im Jahr auf bis zu insgesamt 150 freie Tage. In England musste man damals lediglich 14 Wochen im Jahr arbeiten um seinen Lebenswandel finanzieren zu können und gleichzeitig noch Werte für die Zukunft zu schaffen. Wußten Sie das die tägliche Zinslast auf der Welt bis zu 500 Millionen US-Dollar beträgt??? Wußten Sie das wir mit jeder Ware und Dienstleistung welche wir täglich bezahlen mindestens 30 Prozent Zinsen bezahlen. Bei den Mieten sind es bis zu 70 bis 80 Prozent.
Der große Traum von der Vollbeschäftigung
Spätestens nach der Ölkrise von 1973 konnte man bereits erkennen, dass man den Leitgedanken einer sozialen Marktwirtschaft, dass jeder sein Leben durch Arbeit bestreiten soll und seine Ausgaben ebenfalls durch Arbeit bestreiten soll nicht länger aufrecht zu erhalten ist. Spätestens ab 1973 sind die Arbeitslosenzahlen bis heute nur noch gestiegen. Selbst ein jährliches Wirtschaftswachstum von 2 bis 4 Prozent in manchen Jahren konnte keine positiven Effekte am Arbeitsmarkt bewirken. Gleichzeitig ergab eine Studie von Meinhard Miegel und Kurt Biedenkopf im Jahr 1975, dass Deutschland nur noch von den Substanzwerten seiner Vergangenheit lebt. Bei Einführung des Hartz 4 Geldes im Jahr 2005 gab es etwa 4,5 Millionen Bezieher von Arbeitslosengeld II. Im Jahr 2025 waren es 5,4 Millionen Bezieher, darunter 1,5 Millionen Kinder und 1,2 Millionen Rentner. Einen Anstieg von 900.000 Personen in 20 Jahren. Im Jahr 2005, dem Jahr der Einführung der Hartz-IV-Reformen (SGB II), beliefen sich die Gesamtausgaben des Bundes für die Grundsicherung auf etwa 25,6 Milliarden Euro. Die veranschlagten Gesamtausgaben für das Bürgergeld im Jahr 2025 belaufen sich laut dem Bundeshaushaltsplan auf rund 34,85 Milliarden Euro. Den Umstand, dass man bei 900.000 Bezieher mehr wie im Jahr 2005 auch die Höhe der Ausgaben ansteigen und den Umstand das im Jahr 2005 der Mietpreis pro Quadratmeter 4 Euro bis 5,50 Euro betrug. Heute bezahlt man dafür 7,50 bis 12,00. Die Nettokaltmieten sind in Deutschland von 2010 bis 2024 insgesamt um rund 70 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate ist im gleichen Zeitraum um 43 Prozent gestiegen. All diese Aspekte werden von der Politik selbstverständlich verschwiegen.
Statistik: Arbeitslose-offene Stellen-Wirtschaftswachstum
1966 = 154.000 Arbeitslose; offene Stellen bis zu 700.000; BIP Wachstum 2,5 Prozent
1967 = 460.000 Arbeitslose; offene Stellen August 1967 bei nur etwa 18.100.; BIP Wachstum minus 0,2 Prozent
1968 = 312.000 Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 7,3 Prozent
1969 = September 1969 100.000 Arbeitslose; offene Stellen September 1969 833.000; BIP Wachstum 7,5 Prozent.
1970 = 150.000 Arbeitslose; offene Stellen 795.000; BIP Wachstum 5,6 Prozent
1971 = 185.000 Arbeitslose; offene Stellen 648.000; BIP Wachstum 3,1 Prozent
1972 = 246.000 Arbeitslose; offene Stellen 545.000; BIP Wachstum 4,3 Prozent
1973 = 273.000 Arbeitslose; offene Stellen 572.000; BIP Wachstum 4,8 Prozent
1974 = 582.000 Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 0,9 Prozent
1975 = 1,1 Millionen Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum minus 0,9 Prozent
1976 = 1,0 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 232.000; BIP Wachstum 5,6 Prozent
1977 = 1,1 Millionen Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 3,4 Prozent
1978 = 1,0 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 246.000; BIP Wachstum 3,0 Prozent
1979 = ca. 900.000 Arbeitslose; offene Stellen 304.000; BIP Wachstum 4,2 Prozent
1980 = ca. 900.000 Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 1,4 Prozent
1981 = 1,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 191.000; BIP Wachstum minus 0,1 Prozent
1982 = 1,8 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 100.000; BIP Wachstum minus 1,1 Prozent
1983 = 2,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 80.000; BIP Wachstum 1,6 Prozent
1984 = 2,3 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 88.000; BIP Wachstum 2,8 Prozent
1985 = 2,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 110.000 bis 150.000; BIP Wachstum 2,3 Prozent
1986 = 2,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 170.000; BIP Wachstum 2,5 Prozent
1987 = 2,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 171.000; BIP Wachstum 1,5 Prozent
1988 = 2,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 3,7 Prozent
1989 = 2,0 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 217.000; BIP Wachstum 3,9 Prozent
1990 = 2,8 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 314.000; BIP Wachstum 5,3 Prozent
1991 = 2,6 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 357.000; BIP Wachstum 5,1 Prozent
1992 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 341.000; BIP Wachstum 2,0 Prozent
1993 = 3,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 787.900; BIP Wachstum Minus 1,1 Prozent
1994 = 3,7 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 255.000; BIP Wachstum 2,8 Prozent
1995 = 3,6 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 305.000; BIP Wachstum 1,9 Prozent
1996 = 3,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 294.000; BIP Wachstum 1,0 Prozent
1997 = 4,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 400.000; BIP Wachstum 1,8 Prozent
1998 = 4,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen nicht bekannt; BIP Wachstum 3,3 Prozent
1999 = 4,1 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 443.000; BIP Wachstum 1,9 Prozent
2000 = 3,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 600.000; BIP Wachstum 3,0 Prozent
2001 = 3,85 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 434.000; BIP Wachstum 0,6 Prozent
2002 = 4,0 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 389.000; BIP Wachstum 0,2 Prozent
2003 = 4,3 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 434.000; BIP Wachstum Minus 0,1 Prozent
2004 = 4,3 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 256.000; BIP Wachstum 1,7 Prozent
2005 = 5 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 256.000; BIP Wachstum 1,4 Prozent
2006 = 4,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 636.000; BIP Wachstum 2,9 Prozent
2007 = 3,7 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,4 Millionen; BIP Wachstum 2,5 Prozent
2008 = 3,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 900.000; BIP Wachstum 1,3 Prozent
2009 = 3,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 870.000; BIP Wachstum Minus 5,0 Prozent
2010 = 3,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,0 Millionen; BIP Wachstum 3,6 Prozent
2011 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,0 Millionen; BIP Wachstum 3,0 Prozent
2012 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,0 Millionen; BIP Wachstum 0,7 Prozent
2013 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 950.000; BIP Wachstum 0,4 Prozent
2014 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 2,4 Millionen; BIP Wachstum 1,5 Prozent
2015 = 2,8 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 567.000; BIP Wachstum 1,7 Prozent
2016 = 2,7 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,1 Millionen; BIP Wachstum 1,9 Prozent
2017 = 2,5 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,1 Millionen; BIP Wachstum 2,2 Prozent
2018 = 2,3 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 796.000; BIP Wachstum 1,5 Prozent
2019 = 2,2 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,4 Millionen; BIP Wachstum 0,6 Prozent
2020 = 2,7 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 613.000; BIP Wachstum Minus 5 Prozent
2021 = 2,6 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,1 Millionen; BIP Wachstum 2,7 Prozent
2022 = 2,4 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,8 Millionen; BIP Wachstum 1,9 Prozent
2023 = 2,6 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,7 Millionen; BIP Wachstum Minus 0,3 Prozent
2024 = 2,7 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,4 Millionen; BIP Wachstum Minus 0,2 Prozent
2025 = 2,9 Millionen Arbeitslose; offene Stellen 1,2 Millionen; BIP Wachstum 0,2 Wachstum
Fazit:
Wie die Statistik aufzeigen konnte sind die Arbeitslosenzahlen in Deutschland seit 1973 an nur noch gestiegen. Selbst in Jahren mit hohem Wirtschaftswachstum konnten keine positiven Effekte am Arbeitsmarkt erzielt werden. Beispiel die Jahre von 1976 bis 1979 mit hohem Wirtschaftswachstum blieben die Arbeitslosenzahlen konstant bei 1 Millionen. In den Jahren von 1983 bis 1989 blieben die Arbeitslosenzahlen auf einem hohen Niveau zwischen 2 Millionen und 2,4 Millionen Arbeitslosen pro Jahr. Im Jahr 1983 kamen auf eine gemeldete offene Stelle bis zu 27 bis 28 Arbeitslose. Im Jahr 2005, dem Jahr mit der höchsten Arbeitslosenzahl seit der Wiedervereinigung kamen bei 5 Millionen Arbeitslosen bis zu 20 Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle.
Das Gegenteil bildete das Jahr 1969 mit über 8mal mehr offenen Stellen wie Arbeitslosen.
Somit ist bewiesen, dass ein hohes Wirtschaftswachstum kein Garant für niedrige Arbeitslosenzahlen ist und dass es durch einen wirtschaftlichen Aufschwung nicht zwangsläufig zu niedrigen Arbeitslosenzahlen kommen muss.
Entwicklung des privaten Sachvermögens
Das private Sachvermögen in Deutschland (damals Bundesrepublik Deutschland) belief sich im Jahr 1970 auf rund 1,51 Billionen DM (ca. 750 Milliarden Euro). 1980 ca. 1,5 Billionen Euro. 1985 ca. 2,5 Billionen Euro. 1995 ca. 3,5 Billionen Euro. 2005 ca. 5 Billionen Euro. Heute im Jahr 2025 beträgt das private Sachvermögen in Deutschland insgesamt etwa 12,4 Billionen Euro. Die entspricht einer ver16fachung des privaten Sachvermögens in Deutschland von 1970 bis 2025.
Entwicklung des privaten Geldvermögens
1970 ca. 270 Milliarden Euro; 1975 ca. 500 Milliarden Euro; 1980 ca. 780 Milliarden Euro; 1985 ca. 950 Milliarden Euro; 1995 ca. 2,5 Billionen Euro; 2000 ca. 3,6 Billionen Euro; 2005 ca. 4 Billionen Euro; 2010 ca. 4,9 Billionen Euro; 2015 ca. 5,3 Billionen Euro; 2020 ca. 7,6 Billionen Euro; 2025 ca. 10 Billionen Euro. Dies entspricht einer ver38fachung von 1970 bis 2025.
Entwicklung der Bilanzsumme der deutschen Banken
Die Bilanzsumme aller Banken (Kreditinstitute) in Deutschland belief sich Ende 1970 auf insgesamt 407 Milliarden Euro. 1975 ca. 700 Milliarden Euro; 1980 ca. 1,2 Billionen Euro; 1985 ca. 1,7 Billionen Euro; 1990 ca. 2,6 Billionen Euro; 1995 ca. 3,8 Billionen Euro; 2000 ca. 6,3 Billionen Euro; 2005 ca. 7,1 Billionen Euro; 2010 ca. 8,3 Billionen Euro; 2020 ca. 9 Billionen Euro; 2025 ca. 11 Billionen Euro. Dies entspricht einer ver28fachung von 1970 bis 2025.
Entwicklung der durchschnittlichen Jahresbruttogehälter
Das durchschnittliche Jahresbruttogehalt in Deutschland belief sich im Jahr 1970 auf ca. 6.675 Euro. Laut Bundesfinanzministerium belief sich das durchschnittliche Jahresbruttogehalt auf 46.650 Euro. Eine ver7fachung von 1970 bis 2025.
Fazit:
Die letzten Statistiken haben mehr wie nur Eindrucksvoll bewiesen, dass Arbeit nicht dazu dient den Wohlstand einer Gesellschaft zu vermehren. Während sich die Jahresbruttogehälter von 1970 bis heute nur ver7facht haben, sind im gleichen Zeitraum die Sachvermögen, Geldvermögen und die Bilanzsummen der deutschen Banken insgesamt von 1,4 Billionen Euro im Jahr 1970 auf 33,4 Billionen Euro im Jahr 2025 angestiegen. Eine ver23fachung von 1970 bis 2025.
Die Lohnabhängig Beschäftigten sind Lohn- und Arbeitssklaven in einem vom Zinsmechanismus belasteten und fehlgeleitenden System. Die Löhne sind nur Aufgrund des Inflationsausgleiches gestiegen. Durch den täglichen Konsum wandert durch eine 30prozentige Zinsbelastung in allen Waren und Dienstleistungen Geldvermögen von unten nach oben. Bei den Mieten sind es 70 bis 80 Prozent Zinsanteil.
Bruttoinlandsproduktentwicklung
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Deutschland (Westdeutschland) belief sich im Jahr 1970 auf rund 360,6 Milliarden Euro. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2025 preisbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen, wobei das nominale BIP rund 4,47 Billionen Euro erreichte. Eine ver12fachung von 1970 bis 2025. Im Verhältnis Bruttoinlandsproduktentwicklung zu der Vermögensentwicklung und der Bilanzsumme der deutschen Banken kann festgestellt werden, dass eine vom Zinsmechanismus belastete Wirtschaft- und Finanzordnung den wirtschaftlichen Aufschwung einer Gesellschaft mehr hindert wie fördert. Eine ver23fachung aller Vermögenswerte gegenüber nur einer ver12fachung der wirtschaftlichen Entwicklung von 1970 bis 2025 und nur einer ver7fachung der Bruttogehälter.
Entwicklung der Sozialausgaben
Im Jahr 1970 beliefen sich die Sozialausgaben im Bundeshaushalt der Bundesrepublik Deutschland auf etwa 12 Milliarden Euro. Dies entsprach rund einem Viertel des gesamten Bundeshaushalts, der in diesem Jahr ein Volumen von zirka 45 Milliarden Euro umfasste. Das gesamte Sozialbudget Deutschlands (inklusive Sozialversicherungen, Arbeitgeberleistungen etc.) lag 1970 bei rund 87,5 Milliarden Euro. Der Anteil der gesamten Sozialleistungen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug etwa 25 Prozent.
Der Bundeshaushalt 2025 in Deutschland sieht mit rund 190 Milliarden Euro erneut Rekordsummen für Arbeit und Soziales vor, Das Gesamtvolumen des Bundeshaushalts 2025 beträgt 502,55 Milliarden Euro. Heute beträgt der Anteil der Sozialausgaben des Bundeshaushaltes 38 Prozent. Der Anteil der gesamten Sozialausgaben in Höhe von 1,3 Billionen Euro gemessen im BIP von 4,4 Billionen Euro beträgt ca. 30 Prozent.
Ursachen der erhöhten Sozialausgaben
Die Ursachen der erhöhten Sozialausgaben liegen begründet in der erhöhten Anzahl der Arbeitslosen (1970 ca. 150.000 Arbeitslose; 2025 ca. 2,9 Millionen Arbeitslose). Der allgemeinen Inflation. Sowie der wesentlichen Verteuerung der Wohnungsmieten und der Kinderarmut und Altersarmut. Verursacht wurde dies alles durch eine verfehlte Finanz, Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Kinderarmut
Die Zahl der Kinder, die auf Sozialhilfe (damals “Hilfe zum Lebensunterhalt”) angewiesen waren, lag 1975 deutlich niedriger als heute. Während heute oft von Quoten um 20 Prozent gesprochen wird, war der Anteil der Minderjährigen im Sozialhilfebezug in den 1970ern noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Zu Beginn der 1980er Jahre lag die Quote der Kinder, die auf Sozialhilfe (damals “Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt”) angewiesen waren, in Westdeutschland bei etwa 2 bis 3 Prozent.
Berichte beschrieben Ende 1995 die Lebenssituation von 12,3 Millionen Kindern in Deutschland, wobei die Armutsgefährdung unter Kindern und Jugendlichen zunahm.
Im Jahr 2000 bezogen etwa 1,1 Millionen Kinder unter 18 Jahren Sozialhilfe (HLU), was einer Quote von ca. 7 Prozent entsprach. Im Vergleich zu den 1960er Jahren, als diese Quote noch unter 1 Prozent lag, stellte dies eine massive Steigerung dar.
Legt man die heute übliche Grenze von 60 Prozent des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens zugrunde, lag die Quote der armutsgefährdeten Kinder um das Jahr 2000 bereits bei etwa 13 bis 15 Prozent.
Im Jahr 2005 war Kinderarmut in Deutschland ein drängendes Problem, das durch die Hartz-IV-Reformen verschärft wurde. Über 1,7 Millionen Kinder unter 15 Jahren lebten auf Sozialhilfeniveau. Die Einführung des Arbeitslosengelds II (Hartz IV) 2005 führte zu einem Anstieg der Kinderarmut, da mehr als 1,6 Millionen Kinder Sozialgeld bezogen.
Die allgemeine Armutsquote in Deutschland lag 2005 bei 14,7 Prozent.
Im Jahr 2010 war Kinderarmut in Deutschland ein drängendes Problem, von dem etwa jedes sechste Kind (ca. 1,3 Millionen) akut bedroht oder betroffen war. Besonders hoch war das Risiko für Kinder von Alleinerziehenden, in Familien mit mehr als zwei Kindern sowie in Ostdeutschland, wo die Quote teils über 30 % lag.
Laut UNICEF-Bericht waren ca. 1,3 Millionen Kinder akut armutsgefährdet.
Im Jahr 2010 lebte in Deutschland etwa jedes sechste Kind unter 15 Jahren in Armut. Dies entsprach einer Zahl von über 2,8 Millionen Kindern und Jugendlichen. Besonders betroffen waren Kinder von Alleinerziehenden sowie Familien in Ostdeutschland, wo die Armutsquote unter Jugendlichen teils deutlich höher lag als im Bundesdurchschnitt. Rund 15 % aller Kinder unter 18 Jahren galten als armutsgefährdet, wobei die Quote bei Kleinkindern unter drei Jahren in manchen Bundesländern (z. B. Berlin mit 36,3 % oder Mecklenburg-Vorpommern mit 31,2 %) massiv darüber lag.
Im Jahr 2015 war Kinderarmut in Deutschland ein wachsendes Problem, von dem rund 1,93 bis über 2 Millionen Kinder unter 18 Jahren betroffen waren, die auf staatliche Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen waren. Ca. 1,93 Millionen Kinder lebten in Familien, die Grundsicherungsleistungen (SGB II) bezogen. Die Quote der Kinder unter 18 Jahren im Hartz-IV-Bezug lag im Durchschnitt bei 14,7 Prozent. Besonders hoch war die Quote in Städten wie Bremerhaven (40,5 %), Gelsenkirchen (38,5 %) und Berlin (32,2 %). Rund 2,1 bis 2,8 Millionen Kinder lebten in Haushalten mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze oder waren auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Etwa 1,9 bis 2 Millionen Kinder lebten in Familien, die SGB-II-Leistungen (Hartz IV) bezogen. Diese lag laut verschiedenen Erhebungen zwischen 14,8 % und 19 %, wobei Kinder häufiger betroffen waren als die restliche Bevölkerung.
Im Jahr 2020 war Kinderarmut in Deutschland ein drängendes Problem, das durch die Pandemie verschärft wurde. Über 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche waren armutsgefährdet. Studien zeigten, dass mehr als jedes fünfte Kind (über 21 %) von Armut betroffen war, was Mangel und eingeschränkte Chancen im Alltag bedeutete. Laut Analysen der Bertelsmann Stiftung waren ca. 21,3 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren von Armut bedroht.
Die Kinderarmut in Deutschland bleibt 2025 auf einem hohen Niveau: Über 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche sind betroffen, was etwa jedem 7. Kind (ca. 15,2 % im Jahr 2024) entspricht, mit weiter steigender Tendenz. Viele wachsen in Familien auf, die auf staatliche Hilfe wie Bürgergeld angewiesen sind, was ihre Bildungschancen, Gesundheit und soziale Teilhabe stark beeinträchtigt. Über 1 Million Kinder sind von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Jedes vierte Kind wächst mit staatlicher Unterstützung auf. 15,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen (unter 18 Jahren) waren 2024 armutsgefährdet. Häufig sind niedrige Bildungsabschlüsse der Eltern, Alleinerziehende oder Arbeitslosigkeit entscheidend. Mangel an gesundem Essen, Platz für Hausaufgaben oder soziale Ausgrenzung. Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. Für eine alleinlebende Person liegt diese Grenze 2025 bei etwa 1.500 Euro netto im Monat. Familien mit niedrigem Bildungsstand der Eltern; hier sind etwa 37 % der Kinder betroffen.
Anstieg der Kinder welche auf Sozialleistungen angewiesen sind stieg von 1,1 Millionen Kinder im Jahr 2000 auf 2,2 Millionen Kinder im Jahr 2025 an.
Altersarmut
Die Armutsquote unter Rentnern im früheren Bundesgebiet lag 1990 bei etwa 11 bis 12 Prozent. Zum Vergleich: In den 2020er Jahren stieg dieser Wert auf über 15 bis 18 Prozent. Die Zahl der Rentner, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen waren, stieg deutlich an. Zwischen 2003 und 2013 hatte sich diese Zahl bereits fast verdoppelt und erreichte bis 2015 neue Höchststände. Der Anteil der Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen waren, lag Ende 2019 bei 3,2 Prozent und zeigte eine steigende Tendenz. Etwa 16,1 Prozent der über 65-Jährigen galten als armutsgefährdet. Im Vergleich zu 2005 (damals 11,0 %) war dies der höchste Anstieg unter allen Altersgruppen. Die Altersarmut in Deutschland erreicht 2025 ein Rekordniveau: Jeder fünfte Ruheständler (rund 19,4 Prozent der über 65-Jährigen) gilt als armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen, während die Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter auf über 1,28 Millionen gestiegen ist. Etwa 3,5 Millionen Menschen über 65 Jahren gelten als armutsgefährdet.
Obdachlosigkeit
Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) gab es im Jahr 2000 etwa 390.000 bis 440.000 wohnungslose Menschen in Deutschland. Im Jahr 2015 verzeichnete Deutschland einen deutlichen Anstieg der Wohnungslosigkeit. Die BAG Wohnungslosenhilfe schätzte, dass rund 335.000 Menschen ohne eigene Wohnung waren. Von diesen 335.000 Personen lebten schätzungsweise 39.000 Menschen gänzlich ohne Obdach auf der Straße. Die Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland ist Anfang 2025 weiter angestiegen. Laut Statistischem Bundesamt waren zum 31. Januar 2025 rund 474.700 Personen untergebracht, was einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders alarmierend ist die hohe Zahl junger Menschen unter 25 Jahren (41 % der Betroffenen). Die Zahl wohnungsloser junger Erwachsener (18-25 Jahre) erreichte im Januar 2025 mit ca. 55.700 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Verdeckte Wohnungslosigkeit: Schätzungen der Bundesregierung zufolge leben zudem rund 60.400 Menschen “verdeckt” wohnungslos, etwa durch das Unterkommen bei Bekannten. Minderjährige: Besonders alarmierend ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Über 145.000 Minderjährige gelten in Deutschland als wohnungslos. Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Nach aktuellen Hochrechnungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) waren im Jahr 2024 mindestens 1.029.000 Menschen wohnungslos.
Sozialwohnungen
Anfang der 1970er Jahre gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 4 Millionen Sozialmietwohnungen. Im Vergleich dazu ist der Sozialwohnungsbestand bis heute drastisch gesunken, auf rund 1,05 Millionen Wohnungen Ende 2024. In den Jahren um 1971 wurden jährlich noch weit über 100.000 neue Sozialwohnungen fertiggestellt. Zum Vergleich: Heute werden bundesweit jährlich nur noch rund 25.000 bis 30.000 Einheiten neu gebaut.
Fertig gestellte Wohnungen (bis 1990 alte BRD)
1970 über 485.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1971 wurden 546.000 Wohnungen fertiggestellt. 1972 wurden rund 660.000 Wohnungen fertiggestellt. Dies markierte eine Phase extrem hoher Bautätigkeit, die kurz darauf im Jahr 1973 mit über 714.200 Wohnungen ihren historischen Höchststand erreichte. Im Jahr 1974 wurden insgesamt 604.322 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1975 wurden 436.831 Wohnungen fertiggestellt. Im früheren Bundesgebiet wurden 1976 ca.392.515 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1977 wurden 409.529 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1978 wurden 368.146 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1979 wurden insgesamt 384.622 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1980 wurden rund 389.000 neue Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1981 wurden insgesamt 376.100 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1982 wurden insgesamt 376.536 Wohnungen fertiggestellt. In der Bundesrepublik Deutschland wurden im Jahr 1983 insgesamt 357.500 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1984 wurden insgesamt 398.815 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1985 wurden insgesamt 312.112 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1986 wurden insgesamt 251.908 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1987 wurden 217.700 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1988 wurden etwas mehr als 208.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1989 wurden in der BRD wurden 188.895 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1990 wurden in Deutschland (West) rund 240.000 bis 250.000 Wohnungen fertiggestellt, Im Jahr 1991 wurden insgesamt 377.500 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1992 wurden insgesamt 374.401 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1993 wurden insgesamt 456.632 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1994 wurden insgesamt 606.455 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1995 wurden rund 602.800 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1996 wurden insgesamt 559.499 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1997 wurden rund 522.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1998 wurden insgesamt rund 560.000 bis 570.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 1999 wurden 472.800 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2000 wurden laut Statistischem Bundesamt 423.100 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2001 wurden rund 326.200 bis 326.600 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2002 wurden 289.600 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2003 wurden insgesamt 268.100 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 278.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2005 wurden rund 239.000 bis 242.316 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2006 wurden insgesamt etwa 248.500 bis 255.600 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2007 wurden rund 295.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2008 wurden 176.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2009 wurden rund 140.000 bis 159.000 neue Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 140.000 bis 159.800 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2011 wurden gut 183.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2012 wurden rund 200.500 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2013 wurden 218.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2014 wurden insgesamt rund 245.300 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 247.700 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2016 wurden 277.700 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2017 wurden 284.800 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2018 wurden 285.900 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2019 wurden 293.000 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2020 wurden 306.376 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2021 wurden 293.393 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2022 wurden 295.300 neue Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2023 wurden 294.400 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 251.900 Wohnungen fertiggestellt.
Räumungsklagen
Für 2024 wurden bereits über 35.000 Fälle von Zwangsräumungen gemeldet. Die Zwangsräumungen treffen auf einen angespannten Wohnungsmarkt, auf dem rund 1,4 Millionen bezahlbare Wohnungen fehlen. Im Jahr 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie, wurden in Deutschland trotz temporärer Einschränkungen bei Kündigungen mindestens 29.744 Zwangsräumungen durchgeführt. Dies entsprach einer Zahl von etwa 82 Räumungen pro Tag. Im Jahr 2005 gab es in Deutschland schätzungsweise etwa 30.000 bis 40.000 Zwangsräumungen.
Stromsperrungen
Im Jahr 2024 sind Stromsperren aufgrund von Zahlungsrückständen angestiegen, mit rund 239.300 Fällen. Die Energieversorger haben im Jahr 2020 rund 230.000 Verbrauchern den Strom abgestellt. Im Jahr 2015 waren Stromsperren aufgrund von Zahlungsrückständen ein politisch und rechtlich stark diskutiertes Thema. In diesem Jahr wurden in Deutschland rund 330.000 Stromsperren durchgeführt. Im Jahr 2005 war die Zahl der Stromsperren aufgrund von Zahlungsrückständen in Deutschland bereits ein relevantes Thema. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa waren damals bereits knapp 25.000 Haushalte von Stromsperren betroffen. In einem Zeitraum von nur 20 Jahren haben sich die Fälle ver10facht.
Falsche Leistungsbescheide
Berichten zufolge war bereits im Jahr 2015 etwa jeder fünfte bis vierte Bescheid fehlerhaft. Falsch berechnete Bürgergeld-Leistungsbescheide sind auch im Jahr 2025 ein massives Problem. Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahr 2025 über eine halbe Million Widersprüche und mehr als 53.000 Klagen gegen Bescheide der Jobcenter. Experten schätzen, dass zum Jahreswechsel 2025/2026 sogar jeder zweite Bescheid fehlerhaft war.
Arbeitspflicht für Leistungsbezieher
Eine generelle Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger gilt nach herrschender Meinung als verfassungswidrig, da sie gegen das Grundgesetz (Art. 12, Verbot von Zwangsarbeit) sowie das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verstößt. Einzelne, zeitlich begrenzte gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten sind jedoch als Eingliederungsmaßnahme zulässig. Eine erzwungene Arbeit, insbesondere wenn sie nicht der Integration in den regulären Arbeitsmarkt dient, ist verfassungswidrig. Der Staat darf Arbeitslose zur Mitwirkung verpflichten, aber nicht zu einer bestimmten Tätigkeit zwingen. Gemeinnützige Arbeit ist möglich, sofern sie zusätzlich und wettbewerbsneutral ist. Das Arbeitsministerium lehnt eine darüber hinausgehende Pflicht ab. Es gibt Vorstöße, junge Arbeitslose unter 25 Jahren zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten, um Tagesstrukturen zu schaffen. In manchen Kommunen, wie Nordhausen, wird dies praktiziert. Wer zumutbare Arbeit grundlos ablehnt, muss mit Leistungskürzungen rechnen. Eine vollständige Streichung ist jedoch nur unter sehr strengen Auflagen möglich. Ein-Euro-Jobs sind nicht generell verfassungswidrig, stehen aber wegen der Arbeitszwang-Problematik und der Vereinbarkeit mit der Menschenwürde (Art. 1 GG) sowie der freien Berufswahl (Art. 12 GG) in der Kritik. Das Bundesverfassungsgericht urteilte 2019, dass Existenzsicherung und Sanktionen (auch bei Pflichtverletzungen) Grenzen haben müssen, um verfassungskonform zu sein. Eine generelle Arbeitspflicht ist verfassungswidrig, da das Grundgesetz Zwangsarbeit verbietet. Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt, dass das menschenwürdige Existenzminimum nicht durch Sanktionen vollständig entzogen werden darf. 1-Euro-Jobs sind keine regulären Arbeitsverhältnisse, sondern Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung. Während Kritiker die Jobs als “Verelendungsgeld” und teils verfassungswidrig betrachten, sehen Sozialgerichte dies nicht per se so, solange das Existenzminimum gesichert ist. Sanktionen bei Ablehnung sind grundsätzlich möglich, aber in ihrer Höhe beschränkt. Die Ausgestaltung der 1-Euro-Jobs muss stets den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und die Menschenwürde achten.
Wiedereinführung des NS-Reichsarbeitsdienstes
Viele Politiker fordern das Leistungsbezieher und auch Asylbewerber und Flüchtlinge gemeinnützige Arbeit für zum Teil 70 bis 80 Cent die Stunde verrichten sollen. Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit will man hier ein Millionen Heer von billigen Arbeitskräften schaffen. Per Arbeitspflicht zum Lohnslaven. Das was für private Arbeitgeber also undenkbar bis unmöglich erscheint, nämlich die Belegschaft für 70 bis 80 Cent die Stunde zu beschäftigen soll also für den Staat möglich sein. Muss man hier nicht schon längst den Staat wegen sittenwidriger Beschäftigung verklagen??? Der durchschnittliche Bruttostundenlohn für Arbeiter in Deutschland lag im Jahr 1935 bei etwa 70 bis 80 Pfennig (0,70 bis 0,80 Reichsmark). Die Teilnehmer des Reichsarbeitsdienstes (RAD) im nationalsozialistischen Deutschland erhielten keinen herkömmlichen Stundenlohn, sondern ein geringes Dienstgeld, das kaum über dem damaligen Arbeitslosengeld lag. Berichten zufolge lag der Reinverdienst oft bei etwa 25 Pfennig pro Tag. Die Vergütung war sehr niedrig und wurde eher als eine Art Taschengeld oder existenzsichernde Unterstützung während der Dienstpflicht verstanden, nicht als Arbeitsentgelt im modernen Sinne. Der RAD wurde als „Ehrendienst am deutschen Volke“ bezeichnet. Der Fokus lag auf Erziehung und ideologischer Schulung, wobei der „eigentliche Sinn“ der Arbeit laut NS-Propaganda nicht im Verdienst liegen sollte. Neben dem geringen Geld wurden die Arbeitsmänner und -maiden in Lagern untergebracht und verpflegt sowie mit Uniformen ausgestattet. Die Bezahlung war so gering, dass sie zeitgenössisch als Ein-Euro-Jobs bezeichnete Maßnahmen in der Bundesrepublik als Rückkehr zu ähnlichen Zuständen kritisiert wurden. Es handelt sich um eine gesetzlich geregelte Arbeitspflicht für junge Männer und Frauen (ab 1935), keine Erwerbsarbeit.
Tagessatz für gesunde Ernährung
Ein Tagessatz für gesunde Ernährung in Deutschland liegt für Erwachsene typischerweise zwischen ca. 6,30 € und 15 € pro Person. Während der Bürgergeld-Regelsatz 2025 etwa 6,30 € bis 6,50 € pro Tag für Lebensmittel vorsieht, halten Experten für eine hochwertige, abwechslungsreiche Ernährung eher 10-15 € für angemessen. Für Kinder sind die Beträge deutlich niedriger. Bürgergeld/Hartz IV: Ca. 195 € monatlich bzw. ca. 6,30 € – 6,50 € täglich für eine erwachsene Person. Realistische Kosten für ausgewogene Ernährung: Ernährungsexperten und Verbraucherzentralen weisen oft darauf hin, dass eine vollwertige Ernährung (viel Gemüse, Obst, Bio-Produkte) oft 10-15 € pro Tag kostet. Die Sätze für Kinder liegen oft deutlich unter den Kosten einer vollwertigen Ernährung (z.B. 2,77 € bis 3,93 € bei Hartz IV, was als zu niedrig kritisiert wurde). In Kliniken oder JVAs wird oft mit deutlich niedrigeren Sätzen kalkuliert (teilweise um 3 bis 6 Euro), was die Bereitstellung qualitativ hochwertiger, frischer Mahlzeiten vor große Herausforderungen stellt.
Schwarzfahrer
Bundesweit sitzen weiterhin tausende Menschen aufgrund von Schwarzfahren im Gefängnis (Ersatzfreiheitsstrafe), Schätzungen aus 2024/2025 sprechen von etwa 7.000 bis 9.000 Fällen pro Jahr. m Jahr 2024 (und bis Anfang 2025) verzeichnete die Deutsche Bahn einen Anstieg der Fälle. Im DB-Fernverkehr (ICE/IC) wurden etwa 268.000 Personen ohne gültiges Ticket angetroffen. Es gibt keine staatliche Stelle, die EBE-Zahlen (umgangssprachlich „Schwarzfahr-Bußgelder“) für ganz Deutschland zentral erfasst. Schätzungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) aus der Vergangenheit gehen jedoch von jährlich etwa 3,5 bis 5 Millionen Fällen aus.
Der human-soziale Deutschlandplan der Humanwirtschaftspartei
Die Humanwirtschaftspartei schlägt folgende Lösungen für eine sozialpolitische Wende in Deutschland vor. Wie der Artikel bereits gezeigt hat kann der Leitgedanke einer sozialen Marktwirtschaft, dass jeder sein Einkommen und seine Ausgaben aus Lohneinkommen erzielen soll nicht länger aufrecht erhalten bleiben. Ebenfalls konnte bewiesen werden, dass ein Wirtschaftswachstum nicht zwangsläufig auch zu mehr Arbeitsplätzen führen muss. Die neoliberale Wirtschaftspolitik will durch mehr Arbeitsplätze zu einem Wirtschaftswachstum und mehr Konsum kommen. Die Humanwirtschaftspartei will diesen Ansatz auf den Kopf stellen.
Durch Konsum und Verbrauch zu mehr Arbeitsplätzen und Wachstum
Die Humanwirtschaftspartei will sozial abgesicherte, mündige und freie Bürger/innen in jeder Lebenslage. Die Bürger/innen brauchen erst einmal Geld um konsumieren und verbrauchen zu können und dadurch werden dann auch neue Arbeitsplätze entstehen.
Grundeinkommen
Jeder Bürger/in wird von der Geburt bis zum Tod monatlich mit einem Grundeinkommen von 1.500 Euro ausgestattet. Von diesem Grundeinkommen werden die monatlichen Kosten für Strom, Heizung, sonstige Wohnnebenkosten, Miete, Krankenversicherung, Fahrtkosten ÖPNV automatisch abgebucht. Somit wird es in Zukunft keine Zwangsräumungen, keine Stromsperrungen wegen Zahlungsverzug, keinen Grund zum Schwarzfahren mehr geben. Die Krankenversicherung kann auch nicht erlöschen. Die Gerichte können somit wesentlich entlastet werden.
Der Mindestlohn, das Maß aller Dinge
Die Humanwirtschaftspartei will den gesetzlichen Mindestlohn beibehalten und ausbauen. In Zukunft darf niemand mehr in Deutschland unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns beschäftigt werden. Dies soll in Zukunft auch für gemeinnützige Arbeit, für Arbeit in Justizvollzugsanstalten von Häftlingen, in Behindertenwerkstätten für die Arbeit von Behinderten gelten. Gleichzeitig soll der gesetzliche Mindestlohn auch als Tagessatz für eine gesunde Ernährung gelten. Somit muss jeder in Deutschland automatisch mit einem Tagessatz in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns für Essen und Trinken ausgestattet werden.
Höhe der monatlichen Mietbelastung
Die Höhe der monatlichen Mietbelastung soll 20 Prozent vom Grundeinkommen nicht überstiegen. Die Miete zahlt in Zukunft jeder Mitbewohner einer Mietpartei, also auch jedes Kind.
Höhe der monatlichen Krankenversicherung
Jeder Bezieher des Grundeinkommens werden für die Krankenversicherung 20 Prozent von seinem Grundeinkommen abgebucht. In diesen Kosten sind in Zukunft auch die monatlichen Kosten für Medikamente, Therapien und Pflegeleistungen und Pflegeheimen enthalten. Übersteigen die monatlichen Kosten diese 20 Prozent werden die Mehrkosten von der Allgemeinheit getragen.
Bürgerlos. Grundlos. Würdelos.
Durch das Bürgergeld betrachtete die Politik einen Bürger noch als Bürger mit einer Würde. Durch die Grundsicherung ist ein Bürger nur noch ein Grund. Ersetzen wir nun das Wort „Grund“ durch das Wort „Sache“ kommen wir der eigentlichen Sache schon sehr nahe. Eine Sache ist kein Mensch. Somit kann eine Sache auch keine Grundrechte, keine Freiheitsrechte und keine Menschenwürde in Anspruch nehmen. Somit ist ein Grundleistungsbezieher nur noch eine bürgerlose, grundlose und würdelose Sache. Der Tag wird kommen an dem ein Leistungsbezieher nur noch Sachleistungen erhält. Die Freiheit dürfen dann Auserwählte nur noch genießen.
Finanzierung des Sozialstaates
Das Sachvermögen, das Geldvermögen und die Bilanzsumme der deutschen Banken erzielt insgesamt einen Umfang von 33,5 Billionen Euro. Das jährliche BIP entspricht 4,4 Billionen Euro. Anhand dieser Summen braucht man die entscheidende Frage ob wir uns in Zukunft einen Sozialstaat noch leisten können gar nicht mehr stellen. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.
Mit Verbrauch, Konsum und Vermögen zu einer sozialen Zukunft
Die Humanwirtschaftspartei plädiert für die Einführung eines umlaufgesicherten Geldsystems ohne Zinsen. Das Bargeld wird mit einer Umlaufgebühr von 1 Prozent pro Monat belegt. Das gesamte Sozialsystem wird auf ein steuerfinanziertes Sozialsystem umgestellt. In Zukunft werden Sach- und Vermögenswerte wieder mit einer Vermögenssteuer belegt. Die Humanwirtschaftspartei plädiert für die Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer. Die Lohn- und Einkommensbesteuerung wird gänzlich abgeschafft. Weiter siehe das Steuerkonzept der Humanwirtschaftspartei.
Mit Verkehr zu sozialem Fortschritt
Die Humanwirtschaftspartei will in Zukunft den täglichen Verkehr in Deutschland zur Finanzierung des Sozialstaates heranziehen.
In Deutschland sind derzeit 49 Millionen Fahrzeuge zugelassen. In Zukunft soll es kein kostenloses Parken von Fahrzeugen im öffentlichen Straßenraum mehr geben. Das Parken im öffentlichen Straßenraum wird mit monatlich 80 Euro belegt-Somit entstehen Einnahmen von 47 Milliarden Euro. Die Fahrleistung aller Kraftfahrzeuge betrug im Jahr 2024 rund 711 Milliarden Kilometer. Das durchschnittliche Gewicht eines PKW beträgt ca. 1.700 Kilogramm. Die Humanwirtschaftspartei will bei einem PKW das Leergewicht pro Tonne mit 0,5 Cent Mautgebühr besteuern. Somit würde jeder durchschnittliche PKW pro gefahrenen Kilometer 10 Cent Mautgebühr bezahlen. Bei einem LKW soll das zulässige Gesamtgewicht pro Tonne mit 10 Cent besteuert werden. Es würden Einnahmen im Durchschnitt von 71 Milliarden Euro entstehen. Zusätzlich soll eine Citymaut in Höhe von 5 Euro für einen PKW und 10 Euro für einen LKW pro Tag bei Städten ab 10.000 Einwohnern eingeführt werden.
Täglich pendeln bis zu 14 Millionen Pendler in Deutschland mit ihrem PKW zur Arbeit. Durch die Citymaut könnten hier Einnahmen in Höhe von 15 Milliarden Euro entstehen.

