Die gute alte Post!!! Ist Sie denn immer noch so gut wie Sie einmal war???
Seit dem 1. Januar 2025 gelten in Deutschland neue Regelungen für die Brieflaufzeiten, wodurch die Zustellung im Inland länger dauert als bisher.
Standardbriefe: Die Deutsche Post hat nun bis zu drei bis vier Werktage Zeit für die Zustellung. Die Vorgabe ist, dass 95 % der Briefe am dritten Werktag nach Einwurf ankommen.
Einschreiben: Diese werden weiterhin schneller befördert und erreichen den Empfänger in der Regel am nächsten Werktag nach Einlieferung.
Mit diesen neuen Regelungen fällt die Post in Deutschland in Bezug auf ihre Zustellung von Briefen unter das Niveau von 1860 zurück.
Um 1860 wurde innerhalb einer Region oder zwischen benachbarten Städten ein Brief oft innerhalb eines Tages oder am Folgetag zugestellt. Im Fernverkehr benötigten Briefe über längere Distanzen (z. B. von Nord- nach Süddeutschland) aufgrund der Kombination aus Eisenbahn und anschließender Postkutsche oder Boten meist 2 bis 3 Tage.
Um 1880 wurden Briefe innerhalb derselben Stadt (Ortsbriefe), die morgens eingeworfen wurden, erreichten diese den Empfänger oft noch am selben Nachmittag. Es gab in großen Städten mehrere Zustellungen pro Tag. Im Fernverkehr (innerhalb Deutschlands): Briefe brauchten in der Regel 1 bis 2 Tage. Dank des gut vernetzten Eisenbahnnetzes konnten Sendungen über Nacht zwischen den meisten großen Städten befördert werden.
Im Jahr 1900 war die Postbeförderung in Deutschland, organisiert durch die Deutsche Reichspost, bereits sehr effizient und in vielen Fällen deutlich schneller als heute. Innerhalb von Städten: Briefe, die morgens eingeworfen wurden, wurden oft noch am selben Tag zugestellt. Im Reichspostgebiet: Die Mehrheit der Briefe erreichte den Empfänger bereits am nächsten Werktag.
Zum Vergleich: Obwohl die Technologie heute fortschrittlicher ist, dauerte die Zustellung um 1900 aufgrund der hohen Frequenz der Leerungen und Zustellungen oft nicht länger als 24 Stunden, wenn der Brief innerhalb des Einzugsgebiets blieb
Im Jahr 1910 war das Postwesen im Deutschen Reich bereits hochentwickelt und auf Schnelligkeit ausgelegt. Innerhalb von Städten und im näheren Umkreis erreichten Briefe den Empfänger oft schon am selben oder am nächsten Tag.
Zum Vergleich: Die Zustellung war damals über kurze Distanzen oft schneller als heute, da bis zu dreimal täglich (auch samstags) zugestellt wurde.
Im Jahr 1920, während der frühen Phase der Weimarer Republik, war die Postzustellung in Deutschland trotz der Nachkriegswirren und der beginnenden Inflation sehr effizient.
Regellaufzeit: Innerhalb Deutschlands war die Zustellung am nächsten Werktag (E+1) der Standard, oft sogar am selben Tag, wenn der Brief morgens eingeworfen wurde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Brief im Jahr 1920 meistens innerhalb von 24 Stunden sein Ziel erreichte.
Im Jahr 1940, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, funktionierte der Postverkehr in Deutschland trotz der Kriegsumstände oft noch erstaunlich schnell. Briefe innerhalb Deutschlands erreichten ihr Ziel in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen.
Hier sind die Details zur Postzustellung im Jahr 1940:
Zustellhäufigkeit: In vielen Städten wurde die Post bis zu dreimal täglich ausgetragen.
Schnelligkeit: Briefe wurden meist am Tag nach der Aufgabe zugestellt.
Im Jahr 1950 dauerte eine Briefzustellung innerhalb Deutschlands in der Regel einen Werktag (E+1), oft war die Post sogar am selben Tag oder spätestens am Folgetag beim Empfänger.
Im Jahr 1960 war die Briefzustellung in Deutschland im Vergleich zu heute oft schneller, da die Deutsche Bundespost (in der BRD) eine sehr hohe Frequenz anbot.
Zustellhäufigkeit: In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Post in der Regel zweimal täglich zugestellt.
Laufzeit: Ein Standardbrief erreichte sein Ziel innerhalb des Bundesgebietes meistens bereits am nächsten Werktag. Briefe, die morgens eingeworfen wurden, konnten oft sogar am selben Nachmittag zugestellt werden.
Wochenende: Die Zustellung erfolgte auch samstags.
Im Vergleich zu den ab 2025 geltenden Regelungen (drei bis vier Werktage) war die Post im Jahr 1960 also deutlich flotter.
Im Jahr 1970 dauerte eine Briefzustellung innerhalb Deutschlands (Bundesrepublik) in der Regel einen bis maximal zwei Werktage.
Regellaufzeit: Ein Brief, der an einem Werktag eingeworfen wurde, kam meist am nächsten, spätestens am übernächsten Tag an.
Postverkehr: Die Deutsche Bundespost war sehr effizient, und die Zustellung erfolgte oft noch schneller als heute, da Briefe teilweise per Bahnpost über Nacht befördert wurden.
Zustellhäufigkeit: Bis in die 1970er Jahre war in vielen Gebieten noch eine tägliche Zustellung (teilweise sogar zweimal täglich, besonders in Städten) üblich.
Im Jahr 1980 dauerte die Briefzustellung in Deutschland (Bundesrepublik) in der Regel einen bis maximal zwei Werktage. Die Deutsche Bundespost als staatliche Behörde garantierte eine sehr verlässliche Postversorgung, bei der Briefe oft schon am nächsten Werktag (E+1) nach Einwurf beim Empfänger eintrafen.
Hier sind die Details zur Postlaufzeit um 1980:
Standardlaufzeit: Briefe wurden meistens innerhalb von 24 bis 48 Stunden zugestellt.
Zustellhäufigkeit: Der Briefträger kam in der Regel täglich, in vielen Gegenden war eine sehr schnelle Zustellung selbst von weitaus entfernten Orten üblich.
Grundversorgung: Da die Post ein staatlicher Dienstleister war, stand eine flächendeckende, einheitliche Zustellqualität im Vordergrund.
Briefkastenleerung: Briefkästen wurden häufiger geleert, oft auch am späten Nachmittag, was eine schnelle Bearbeitung ermöglichte
Im Jahr 1990 dauerte eine Briefzustellung innerhalb Deutschlands in der Regel 1 bis 2 Werktage (Standardlaufzeit), wobei oft auch der Folgetag als Ziel galt.
Hier sind die Details zur Brieflaufzeit 1990:
Standardlaufzeit: Der Großteil der Briefe erreichte den Empfänger innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Im Jahr 2000 war die Briefzustellung in Deutschland wesentlich schneller als heute. Standardbriefe wurden in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen zugestellt.
Die Briefzustellung im internationalen Vergleich
Kanada 2 bis 4 Werktage. USA oft 1-2 Tage, quer durch die USA eher 3-5 Tage. Island 1 bis 3 Werktage. Irland (Inlandsbriefe) dauert in der Regel einen Werktag. Norwegen 2 bis 4 Werktage für die Zustellung. Schweden zwei Werktage. Finnland vier Werktage. Niederlanden 1 Werktag. Belgien 1 bis 2 Werktage. Frankreich 1 bis 3 Werktage. Spanien zwei bis vier Werktage. Portugal 1 bis 3 Werktage. Italien 1 und 6 Werktagen. Schweiz 1 bis 3 Werktag. Österreich 2 bis 3 Werktage. Polen 1 bis 3 Werktage. Griechenland 1 bis 3 Werktage. Türkei 1 bis 3 Werktage. Iran 1 bis 5 Werktag. Pakistan 3 Werktage. Indien 1 bis 7 Werktag. China 1 bis 5 Werktage. Thailand 2 bis 3 Werktage. Indonesien 1 bis 7 Werktage. Südkorea 1 bis 3 Werktage. Japan 1 bis 3 Werktage. Ägypten 2 bis 3 Werktage. Syrien 2 bis 3 Werktage. Jordanien 2 bis 5 Werktage. Saudi-Arabien 4 bis 8 Werktage. Oman 1 bis 4 Werktage. Australien 2-6 Tage.
Portogebühren Standardbrief internationaler Vergleich
Kanada 0,90 Cent. USA 0,67 Cent. Norwegen 2,22 Euro. Schweden 1,87 Euro. Finnland 2,75 Euro. Dänemark 4,00 Euro. Irland 1,85 Euro. Großbritannien 0,99 Cent bis 1,94 Euro. Frankreich 1,39 Euro. Spanien 0,96 Cent. Portugal 0,74 Cent. Italien 1,30 Euro. Schweiz 1,09 Euro bis 1,31 Euro. Österreich 0,95 Cent. Griechenland 1,20 Euro. Russland 0,53 Cent. Bahrain 0,50 Cent. Japan 0,47 Cent. Australien 0,90 Cent. Deutschland 0,95 Cent. Saudi-Arabien 0,17 Cent.
Die Ergebnisse zeigen, dass in ganz Europa die Portogebühren bei Standardbriefen bezogen auf die Staatsfläche der einzelnen europäischen Länder und im Bezug auf die Zustelldauer im Verhältnis zu den großen Flächenstaaten Canada, USA, Australien, Russland und Saudi-Arabien zu teuer sind.
Bahnpost
Um 1914 waren insgesamt 2400 Bahnpostwagen in Deutschland im Einsatz, in denen etwa 8000 Mitarbeiter beschäftigt waren. 1944 gab es bei der Reichspost 4410 Wagen, und in den 1920er/30er Jahren wurden rund 4000 Wagen in 14.000 Zügen eingesetzt.
Die Bahnpost in Österreich existierte von 1850 bis 2004.
Die Bahnpost in der Schweiz gibt es seit 1847. 1990 verkehrten täglich 640 Bahnpost- und Postgüterwagen auf dem Netz der SBB und 51 bei den Privatbahnen. Zwar wird auch heute noch die Post zwischen den Sortierzentren per Bahn befördert, aber nicht mehr im Zug sortiert.
Die britische Bahnpost, bekannt als Travelling Post Office (TPO), war von 1838 bis 2004 ein zentraler Bestandteil der Postbeförderung, bei dem Briefe während der Fahrt sortiert wurden. Nach dem Ende der TPOs 2004 stellte die Royal Mail im Oktober 2024 auch die letzten eigenen Postzugverbindungen ein, nutzt aber weiterhin reguläre Züge.
Die erste Bahnpost in Frankreich wurde am 16. Juli 1846 auf der Strecke Paris–Rouen aufgenommen. Zwischen Oktober 1984 und 2015 gab es einige TGV-Hochgeschwindigkeitszüge unter dem Namen „TGV postal“, die komplett für die Postbeförderung eingerichtet waren. Sie ersetzten die in Reisezügen mitgeführten Bahnpostwagen beispielsweise auf der Route Paris–Lyon. Ursprünglich sollte das TGV-postal-Netz in das benachbarte Ausland verlängert werden. In den Zügen findet nur noch ein Transport und keine Unterwegs-Bearbeitung mehr statt.
Postbus
PostAuto betreibt als konzessioniertes Transportunternehmen in der Schweiz aktuell 869 Postautolinien mit 2193 Postautos. Auf dem Liniennetz von 11’869 km werden jährlich rund 141 Millionen Passagiere befördert.
Die Österreichische Postbus AG ist ein Teil der ÖBB-Personenverkehr AG und das größte Busunternehmen in Österreich sowie das größte Einzelbusunternehmen in Europa. Es entstand 2003 aus den Bussparten der ÖBB und der Post und betreibt den Großteil des Überlandbus-Netzes. Die Österreichische Postbus AG betreibt fast 2500 Busse und beschäftigt fast 4000 Mitarbeiter. Dazu kommen noch fast 300 Busse und über 400 Mitarbeiter im Tochterunternehmen in Tschechien sowie die Busse der Subunternehmer in ganz Österreich. Die Busse legen jährlich 157 Millionen Fahrzeugkilometer auf 865 Linien zurück und befördern dabei 215 Millionen Fahrgäste. Der mittlere Jahresumsatz lag 2023 bei 504 Millionen Euro.
Die Deutsche Bundespost verfügte im Jahr 1950/1951 über eine Flotte von rund 2.600 Bussen. Im Jahr 1950 wurden bereits über 134 Millionen Fahrgäste befördert. Im Jahr 1974 verzeichnete der Postreisedienst mit über 435 Millionen Fahrgästen die höchste Zahl in seiner Geschichte. Mitte der 1950er Jahre war die Kraftpost – wie schon in den 1920er und 1930er Jahren – mit über 4000 posteigenen Omnibussen wieder das größte Busunternehmen Europas.
Forderungen der Humanwirtschaftspartei
Die Humanwirtschaftspartei fordert für ganz Europa eine schnellere einheitliche Postbeförderung zu wesentlich günstigeren Preisen wie heutzutage.
Portogebühr für die Zustellung eines Standardbriefs innerhalb eines europäischen Mitgliedstaates 0,50 Cent. Portogebühr für Gesamteuropa 0,70 Cent.
Zustelldauer für einen europäischen Mitgliedstaat 1-2 Tage. Für Gesamteuropa 4-5 Tage.
Wiedereinführung von Postbussen für Briefbeförderung und Personenbeförderung im Nah- und Fernverkehr in ganz Europa.
Wiedereinführung von Bahnpostzügen für Brief, Paket und Personenbeförderung im Nah- und Fernverkehr in ganz Europa.
Bahnpostzüge auch auf Hochgeschwindigkeitsstrecken.
Luftpostverkehr für Brief, Paket und Personenbeförderung von allen europäischen Groß und Regionalflughäfen.
Einheitliche Öffnungszeiten aller Postämter in Europa. Montag bis Freitag von 6 Uhr bis 22 Uhr. Samstag von 8 Uhr bis 20 Uhr. Sonntags außer Feiertage von 10 Uhr bis 18 Uhr.
Leerung der Postbriefkästen 3mal täglich an allen Wochentagen.
Zustellung von Briefen und Paketen Montag bis Freitag 3mal täglich, Samstags 2mal täglich, Sonntags 1mal täglich.
Überführung aller nationalen Postverwaltungen an eine gesamteuropäische Postverwaltung unter den Namen „Europ Postal“.
Einheitliches Logo. Blaues Posthorn umringt von 12 goldenen Sternen auf weißen Grund.

